Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Milchbauern wollen grüner werden

Zentralschweizer Milchproduzenten erwarten rasche Umsetzung des „grünen Teppich“, dem Milchpreiszuschlag für nachhaltigere Produktion. Kritische Stimmen gabs an der Delegiertenversammlung zu den finanziellen Beteiligungen der ZMP-Invest AG.


Publiziert: 18.04.2019 / 16:37

Dass die ZMP-Invest AG, eine Tochter der Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP, letztes Jahr einen Verlust von 10.6 Mio Franken verbuchte, gab an der Delegiertenversammlung am Donnerstag in Sempach einiges zu reden.

Die Finanzbeteiligungsgesellschaft hält neben den lukrativen Emmi-Aktien auch solche der Hochdorf AG, die Beteiligung dort liegt bei 14.5 Prozent. Wegen Führungsfehlern sei "Hochdorf" in Schieflage geraten, und habe deshalb an Wert verloren, erklärte ZMP-Präsident Thomas Oehen. Nach den Wechseln im Verwaltungsrat letzte Woche sei er zuversichtlich, dass es bei Hochdorf wieder aufwärts geht.

ZMP finanziell sehr gesund

Geschäftsführer Pirmin Furrer wies darauf hin, dass der Verlust bei ZMP-Invest lediglich ein „buchwertiger Abschreiber war, inzwischen seien die Kurse wieder deutlich besser. Und finanziell sei die ZMP-Invest AG weiterhin sehr gesund.

Gleichwohl stellte der Delegierte Franz Studer, Vertreter aus dem Wahlkreis Entlebuch die Forderung, dass künftig breitere Kreise die strategische Entwicklung und die Beteiligungen der ZMP-Invest mitbestimmen müssten.  Er rannte mit diesem Anliegen bei Präsident Oehen offene Türen ein, in der Tat müsse die strategische Ausrichtung breiter und kritischer begleitet werden. Sowohl zum Finanzbericht wie zur Entlastung der Organe gab es deswegen nur Zustimmung bei einigen Enthaltungen und Gegenstimmen.

Rückvergütung an Milchbauern

Finanziell sehr gut präsentiert sich die Jahresrechnung der Genossenschaft ZMP. Als Jahresgewinn werden rund 532000 Franken ausgewiesen. Das Bruttoergebnis stieg von 10.4 auf 21.6 Mio Franken, davon macht der Beteiligungsertrag 20.7 Mio Franken aus. Den Milchbauern werden deshalb wieder über 18 Mio Franken rückvergütet.  Ende Mai werden sie 3.5 Rappen pro Kilo Milch als Emmi-Erfolgsbeteiligung erhalten. Das macht im Schnitt pro Betrieb 5600 Franken aus.

Mehr Milch verkauft

Die ZMP zählen 3083 Mitglieder, davon sind 2284 Direktlieferanten. Die Vertragsmenge lag 2018 bei 538 Mio Kilo Milch, 27 Mio mehr als im Vorjahr. Davon vermarkteten die ZMP selber 427 Mio kg. Im Schnitt zahlte die ZMP letztes Jahr den Bauern 58.67 Rappen als Basismilchpreis.

Hoffen auf "grüner Teppich"

Grosse Erwartungen haben die Milchbauern in den sogenannten "grünen Teppich". Damit soll eine nachhaltige Milchproduktion besser bezahlt werden (siehe auch BauernZeitung vom 18. April). Der Zuschlage für A-Milch würde 3 Rappen betragen. Die Zentralschweizer Milchproduzenten haben letztes Jahr bei den Schweizer Milchproduzenten SMP Druck gemacht, dass mit dieser Mehrwertstrategie endlich vorwärts gemacht werde. Nun will die Branchenorganisation Milch BOM den "grünen Teppich" auf 1. September 2019 einführen, statt wie bisher geplant auf 1. Juli. Das Projekt müsse kommunikativ gut begleitet werden, begründete BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler die Verzögerung. Der Entscheid über die Einführung falle am 2. Mai, und das sei keineswegs schon eine beschlossene Sache, meinte Stephan Hagenbuch, Direktor der Schweizer Milchproduzenten.

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
ZMP: Viel Milch und Russland-Embargo lassen Preise purzeln
Die Milch hat per 1. Oktober deutlich weniger Wert. Pirmin Furrer, Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP), nennt die Gründe. 
Artikel lesen
BauernZeitung: Pirmin Furrer, per 1. Oktober musste auch die ZMP die Milchpreise massiv senken. Minus 4 Rappen bei der A-Milch und 5 Rappen weniger im B-Segment, nur weil Russland keine Butter und kein Käse mehr aus der EU bezieht? 
Pirmin Furrer: Nicht nur. Das Embargo, das Russland für Milchprodukte aus der EU ausgesprochen hat, ist sicher ein wesentlicher Treiber für die sin­kenden ...
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!