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Mehr Holz schlagen für den Klimaschutz

Der Vorstand Berner Waldbesitzer (BWB) startet eine Projektinitiative für eine Waldnutzung zu Gunsten des Klimas. Damit wählen die Berner ein gegenteiliges Vorgehen zu den Solothurnern; diese wollen mehr Bäume stehen lassen, mit demselben Ziel.


Publiziert: 10.05.2019 / 09:36

Bäume speichern während ihres Wachstums CO2, Wälder sind daher Kohlenstoff-Senken. Da Bäume aber nicht während ihres ganzen Lebens mit demselben Tempo wachsen, wird in einem älteren Bestand weniger zusätzliches CO2 versenkt als in einem wachsenden jungen Wald. Aus dieser Überlegung leitete der BWB ihr geplantes Vorgehen ab: mehr Holznutzung fürs Klima.

Holz als Energieträger und Baustoff

Einheimisches Holz schaffe Arbeitsplätze und fördere regionale Kreisläufe, so der BWB. Als Baumaterial kann es andere, nicht-regionale Rohstoffe ersetzen und dient weiterhin als CO2-Speicher. Mit Holz- statt etwa Ölheizungen können weitere Ressourcen und Treibhausgase eingespart werden, Schweizer Holz sei klimaneutral.

Motion zur Förderung

Erich von Siebenthal (SVP, BE), selbst Bergbauer in Gstaad und Präsident des BWB hat Ende März eine Motion zur Förderung des Schweizer Holzes eingereicht. Darin fordert von Siebenthal, der Bund solle die Holzenergie wegen oben genannter Vorteile besser fördern. Schliesslich sei der Wald hierzulande aktuell deutlich unternutzt und das Potenzial entsprechend gross.

Das Gegenteil der Solothurner

In ihrer Medienmitteilung nehmen die Berner Waldbesitzer nicht namentlich Bezug auf ihre Solothurner Kollegen. Allerdings heisst es, Projekte für eine verringerte Waldnutzung würden «suggerieren», dies sei besser für das Klima. Dabei «erlahme» die Speicherwirkung mit zunehmendem Alter des Bestandes, während das Risiko für Stürme und Krankheiten steige und bei einem Zusammenbruch werde das eingelagerte CO2 wieder freigesetzt.

Substitutions- versus Senkenleistung

Im Berner Wald setzt man also vermehrt auf CO2-Einsparungen durch die Substitution fossiler Alternativen, während im Kanton Solothurn die Senkenleistung höher gewichtet wird. Das Solothurner Projekt wird von WaldSchweiz und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt und ist ISO-zertifiziert als Klimagas-reduzierend. Die beteiligten Waldbesitzer erhalten als Ausgleich für den Minderertrag aus Holz CO2-Zertifikate, die anschliessend verkauft werden können.

Auch der BWB möchte an diesen Zertifikatshandel angeschlossen werden. Schliesslich kombiniere man mit einer nachhaltigen Nutzung Senken- und Substitutionsleistung zu einer langfristig wirkungsvollen Form von Klimaschutz.

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