«Das Konzept von Suisseporcs zur langfristigen Reduzierung der Überproduktion im Schweizer Schweinemarkt wird vom Verwaltungsrat von Proviande unterstützt», schreibt die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft in ihrer Medienmitteilung von Anfang Woche.
Mittwoch 6. Mai findet bekanntlich eine wegweisende Delegiertenversammlung des Produzentenverbands Suisseporcs statt.
Angebot reduzieren mit Stilllegungen
Diskutiert wird dann ein Stilllegungskonzept von Zuchtplätzen. Um der Überproduktion im Schweinemarkt entgegenzutreten und den Markt zu bereinigen, hat eine Arbeitsgruppe unter der Federführung von Suisseporcs bereits im Februar 2026 kurzfristige Massnahmen zur Marktentlastung eingeleitet und umgesetzt.
Zur Bewältigung der Überproduktion im hiesigen Schweinemarkt wird bei den Schweineproduzenten seit Mitte Februar ein Einzug von 20 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht zur Speisung eines Fonds vorgenommen. Für Schlachtungen ab Montag, 4. Mai, wurde der Einzug auf 10 Rappen pro Kilogramm Schlachtgewicht reduziert.
Abstimmung, ob abgestimmt werden soll
Um die wiederkehrenden Verwerfungen im Schweinemarkt zu vermeiden, hat die um Branchenmitglieder erweiterte Arbeitsgruppe, ein Konzept zur freiwilligen Stilllegung von Zuchtschweineplätzen erarbeitet. Zur Abstimmung vorgelegt werden soll das Konzept den Suisseporcs-Delegierten an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am 27. Mai.
Der Verwaltungsrat von Proviande habe sich anlässlich seiner Sitzung vom 1. Mai mit den Problemen im Schweizer Schweinemarkt befasst. Der Verwaltungsrat begrüsst Massnahmen, die zum Ziel haben, die Produktion besser auf die Nachfrage auszurichten, und unterstützt daher das erarbeitete Konzept.
Ob die ausserordentliche Delegiertenversammlung der Schweineproduzenten überhaupt stattfindet, entscheidet sich morgen in St. Urban LU. Die Ostschweizer Sektion der Suisseporcs versucht dies mit einem Antrag zu verhindern, um Zeit für zusätzliche Lösungsansätze zu gewinnen.
