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Leserreise: Hinter uns rast die Corona-Welle

Die BauernZeitung führte dieses Jahr zwei Leserreisen nach Andalusien durch. Die zweite davon, vom 9. bis 16. März 2020, wurde je länger, je mehr zu einer Abenteuerreise, Quarantäne inklusive. Der Bösewicht war schnell identifiziert: Die Corona-Pandemie.


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Zu Beginn der Reise war Corona zwar schon in aller Munde, so richtig glauben, dass es auch für uns ernsthafte Konsequenzen haben könnte, mochte aber noch niemand. Die Reise begann bereits mit einer kleinen Warnung: Gleich nach der Landung hätten wir einen grossen Betrieb, der vor allem Mangos und Avocados nach ganz Europa exportiert, besichtigen sollen. Wir konnten nur einen kurzen Film anschauen (Degustation inklusive), der Zugang zur Verpackungshalle blieb uns verwehrt. Der Grund: Corona. 

Angespannte Stimmung

Das war nicht weiter schlimm. Stattdessen besuchten wir einen Produzenten von tropischen Früchte. Dabei lernten wir viel interessantes über den Anbau von Avocados und Mangos, der in der Region einen regelrechten Boom erlebt. 

Die nächsten Tage verliefen ohne weitere derartige Zwischenfälle, jedoch herrschte eine allabendliche Spannung. Sobald das WLAN verfügbar war, wurde geschaut, was sich weltweit in Sachen Corona tut. Man spürte, dass sich die Lage zuspitzt, nervös oder gar hysterisch wurde aber niemand.

Letzte Gruppe mit Führung

Die gute Laune blieb bis zuletzt erhalten, obwohl diese doch noch auf eine ernsthafte Probe gestellt wurde. Aber der Reihe nach: Am Freitag besuchten wir die königliche Hofreitschule in Jerez und anschliessend einen der bedeutendsten Brandy-Hersteller weltweit. Beide Führungen wären am darauffolgenden Tag nicht mehr möglich gewesen, beim Brandy-Hersteller waren wir gar die letzte Gruppe überhaupt. Der Grund: Corona.  

Gähnende Leere bei Stadtbesichtigung

Am Samstag stand die Stadtbesichtigung in Sevilla auf dem Programm. Sevilla ist die viertgrösste Stadt Spaniens und zählt 1,34 Millionen Einwohner. Wo sich normalerweise tausende Touristen tummeln, herrschte an diesem Tag gähnende Leere. Auf den Strassen war kaum ein Auto zu sehen, und die vielen Kutschen vor dem Königspalast warteten vergeblich auf Kundschaft. Am Abend fuhren wir zu einem Landwirt, der Stiere für den Stierkampf züchtet. Die Autobahn war praktisch leer. Natürlich waren wir auch auf diesem Betrieb die letzte zugelassene Gruppe. 

Angenehme Quarantäne im Hotel

Am Sonntag sollte unsere Glückssträhne abreissen. Wir verschoben von Sevilla nach Ronda und gingen dort schnurstracks in Quarantäne. Niemand durfte das Hotel verlassen, ausser man musste Essen einkaufen, mit dem Hund Gassi gehen oder zur Apotheke (es war eine sonderbare Häufung von Kopfschmerzen bei der Reisegruppe festzustellen...). Wer sich dennoch nach draussen auf die wunderschönen, aber menschenleeren Strassen wagte, wurde von der Polizei angewiesen, zurück ins Hotel zu gehen. Wir hatten Glück, dass man im Hotel eigens für uns kochte. Nach dem Essen mussten aber alle wieder in ihre Zimmer zurück. Die Reisegruppe trug es mit Fassung: «Dafür kommen wir auch richtig ausgeruht zu Hause an», meinte etwa Ueli aus Möhlin. 

Am Montag waren wir dann letztendlich froh, als wir unser Flugzeug ohne Komplikationen besteigen und zurück in die Schweiz reisen durften. Alle waren sich einig: Die Reise werden wir nie vergessen. 

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