«Ich bin froh, hier zu sein.» Mit diesen Worten eröffnete Johanna Schaufelberger, Leiterin Sparte Bäuerin und Gesundheit am Strickhof, die Schlussfeier der Fachausbildung Bäuerin. Ein nicht ganz einfaches Corona-Schuljahr sei zu Ende. Im Gegensatz zum letzten Jahr konnte sogar ein Fest mit Gästen durchgeführt werden; wenn auch Vollzeitkurs und berufsbegleitende Ausbildung getrennt feiern.

Zwei Feiern

Die Schlussfeier der Fachausbildung Bäuerin und Bäuerlicher Haushaltleiter findet in zwei Teilen statt. Am 14. Juli feierte der Vollzeitkurs. Am 15. Juli erhielten die Absolventinnen des berufsbegleitenden Kurses ihre Modulpässe. 

«35 und 1», kommentierte Klassenlehrerin Kathrin Staub die Premiere, dass zum ersten Mal ein Mann die Fachausbildung zum Bäuerlichen Haushaltleiter am Strickhof absolvierte. Scherzend meinte sie: «Die Frauen finden, dass Bäuerlicher Haushaltleiter viel cooler töne als Bäuerin.» 

Die erfolgreichen Absolventinnen und ein Absolvent 

Vollzeitkurs 2021

Sabina Arnold, St. Gallenkappel SG; Lydia Brülisauer, Brülisau AI; Sarina Duttweiler, Männedorf ZH; Miriam Egloff, Tägerwilen TG; Pia Furrer, Turbenthal ZH; Christa Gabriel, Gibswil ZH; Melanie Geisser, Waldkirch SG; Katrin Halbheer, Wald ZH; Sonja Henggeler, Unterägeri ZG; Luzia Hiestand, Samstagern ZH; Priscilla Huwiler, Hitzkirch LU; Sereina Krauer-Tschudi, Näfels GL; Shelley Kunz, Wald ZH; Ria Kunz-Russenberger, Schleitheim SH, Katja Lehmann, Waldkirch SG; Nina Marolf, Stadel ZH; Rahel Meier, Bülach ZH; Joya Meile, Greifensee ZH; Stephan Müller, Hagenbuch ZH; Jennifer Müller, Embrach ZH; Karin Neff, Hosenruck TG; Melina Osele, Tenero TI; Farina Pfeiff, Teufen AR; Nadine Schönholzer, Wängi TG; Priska Schweizer, St. Peterzell SG; Jana Siegrist, Bülach ZH; Christa Sigrist, Horgen ZH; Alexandra Steiner, Rieden SG; Jasmin Sutter, Waldkirch SG; Kim Uysal, Glattfelden ZH; Karin Vorwerk, Hüttikon ZH; Johanna Weber, Kradolf SG; Anina Wildisen, Hitzkirch LU; Nicole Wischniewski, Bülach ZH; Marie-Anne Zeier, Movelier JU; Kathrin Zoller, Thayngen SH

Berufsbegleitender Kurs 2019-2021

Marina Ammann, Oberstetten SG; Jessica Bosshard, Oberembrach ZH; Michelle Bürge, Dreien SG; Monica Bürgisser, Remigen AG; Martina Dünki-Grogg, Ossingen ZH; Michaela Furrer, Wildberg ZH; Kim Glauser, Adlikon b. Regensdorf ZH; Livia Haller, Wallenwil TG; Corina Hänseler, Winterthur ZH; Andrea Koster, Adetswil ZH; Sarah Künzler, St. Margrethen SG; Caroline Beatrice Ledergerber, Herrliberg ZH; Stephanie Manser, Teufen AR; Karin Michel, Hofstetten ZH; Nadya Mock, Sternenberg ZH; Manuela Scheidegger, Winterthur ZH; Sarah Schmid, Guntalingen ZH; Madlaina Schwager, Aadorf TG; Heidi Tiefenauer, Wilchingen SH; Karin Trömer, Neftenbach ZH; Rosalie Wagner-Graf, Wängi TG; Kinam Weilenmann, Attikon ZH; Kim Wettstein, Laupen ZH; Monika Zeller, Neschwil ZH

Stadt-Land-Graben bereitet Sorgen

In seinem Grusswort an die Bäuerinnen und den Haushaltleiter thematisierte Regierungsrat und Vorsteher der Baudirektion des Kantons Zürich, Martin Neukom, den Stadt-Land-Graben. Der sei gross und gehe durch die ganze Schweiz. Eindrücklich hätte man ihn mit den Abstimmungen am 13. Juli erlebt.

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Der Kanton Zürich hätte beides: Stadt und Land. Da seien unterschiedliche Meinungen normal und beide Seiten hätten ja auch ein bisschen recht. «In der Regel können wir miteinander diskutieren und streiten, wenn wir nicht gleicher Meinung sind. Das ist gut so und gehört zur Demokratie.» Was Neukom Sorge bereitet, ist die neue Intensität der Diskussionskultur der Schweiz, wie sie im Vorfeld zum 13. Juni stattfand. Er ruft deshalb zum gegenseitigen Verständnis füreinander auf und möchte, dass sich beide Seiten aufeinander zubewegen. Durch ihre breite und fundierte Ausbildung seien die Absolvent(innen) für diese und weitere Herausforderungen in der Landwirtschaft gerüstet, ist Martin Neukom überzeugt.

Bäuerinnen sind kreativ und glaubhaft

An den 13. Juni und seine Debattenkultur knüpfte Jeanette Zürcher-Egloff, Vize-Präsidentin und Bildungsverantwortliche des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands, in ihrem Grusswort an. Sie machte auf die vielen kreativen Beiträge von Bäuerinnen im Kampf gegen die Pflanzenschutz-Initiativen aufmerksam. «Es wurde getanzt, gedichtet und Videos gedreht.» Es sei ein Engagement mit sehr viel Fantasie und Liebe gewesen. «Vielleicht müssten Abstimmungskämpfe so geführt werden», meinte Zürcher-Egloff. Sie ist überzeugt, dass die grosse Glaubwürdigkeit und die engagierten Auftritte der Bäuerinnen, mit ein Grund gewesen sei für das Abstimmungsresultat.

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Als müssten sie den Inhalt von Jeanette Zürcher-Egloffs Rede unter Beweis stellen, gaben die Teilklassen A und C je einen sehr unterhaltsamen und kreativen Video-Rückblick auf die vergangenen Monate zum Besten. Die Modulpässe und eine Rose wurden den Absolventinnen und dem Absolventen von Johanna Schaufelberger und Theres Weber-Gachnang, Präsidentin der Zürcher Landfrauen Vereinigung, überreicht.