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Handwerk: Selber ein Stuhlkissen filzen

Nach mehreren Stunden Zupfen, Drücken, Reiben, Einseifen und Rollen entsteht aus einem Haufen flauschiger Schafwolle ein gefilztes Sitzkissen.


Für ein gefilztes Sitzkissen von 40 × 40 Zentimetern brauchen wir:

  • zirka 150 g Kardwolle  
  • zusätzliche Wolle, andersfarbig, für ein Muster, beispielsweise Kammzug, Kardwolle, Locken oder Vorfilz 
  • genoppte Plastikfolie oder Bastmatte
  • dünner Plastik 
  • Orchideendusche oder Petflasche mit Löchern im Deckel
  • Badenudel
  • Seife
  • Kübel mit warmem Seifen-wasser
  • Badetücher

Kardwolle und farbiger Kammzug für das Muster.

So geht es Schritt für Schritt:

  1. Als Arbeitsunterlage dient genoppte Folie oder eine Bastmatte; Material also, das ein wenig Widerstand gibt. 
  2. Sitzkissen 60 × 60 Zentimeter auslegen. Durch die Bearbeitung wird es nämlich um einen Drittel schrumpfen. 
  3. Das Wollvlies zupfen und es in Bahnen auslegen. Darauf achten, dass die Wolle nicht zu dick ausgelegt wird. Nach der ersten Schicht folgen drei bis vier weitere – dabei liegen die Bahnen mal horizontal und mal vertikal – bis die ganze Wolle zerzupf ist.
  4. Wer mag, legt nun mit andersfarbiger Wolle ein Muster aus.
  5. Mit der Orchideendusche grosszügig warmes Seifenwasser darüber sprühen und die Wolle mit einem Plastik zudecken. Das Plastik dient dazu, dass das Muster bei der anschliessenden Bearbeitung nicht verrutscht.
  6. Die ganze Fläche sanft drücken, damit die Luft aus der Wolle entweicht. Vorsicht beim Andrücken des Musters.
  7. Die Hände gut einseifen und auf dem Plastik mit kleinen, reibenden Bewegungen beginnen. 
  8. Den Plastik entfernen, ev. nochmals Seifenwasser auf das Material geben (aber nicht ertränken), die Hände erneut gut einseifen und direkt auf der Wolle
    mit kleinen, reibenden Bewegungen arbeiten. 
  9. Sobald das Material gut verdichtet ist und das Muster hält, das Kissen umdrehen.
  10. Den Rand und die Ecken versäubern: Dazu die ausgefransten Kanten einklappen und durch sanftes Reiben mit dem Untergrund verbinden. Die Ecken mit viel Seife über Zeige-, Mittel- und Ringfinger bearbeiten, damit sie nicht zu dick  werden. Ebenfalls gut durch Reiben mit dem Untergrund verbinden.
  11. Samt Unterlage den Filz mit der Badenudel einrollen. Mehrmals in die eine Richtung rollen. Den Vorgang viermal wiederholen, jedoch das Kissen immer wieder um 90 Grad drehen, damit die Fasern gleichmässig verdichtet werden. 
  12. Den Filz ins warme Seifenwasser tunken, ausdrücken und nun mit einem Badetuch einrollen. Wie vorher mit der Badenudel den Vorgang mehrmals wiederholen und die Richtungen wechseln. So lange rollen, bis die gewünschte Kissengrösse erreicht ist.
  13. Das Filzkissen gut mit warmem Wasser ausspülen, kurz in Essigwasser einweichen, nochmals mit Warmwasser spülen und dann flach auf einem
    Wäscheständer trocknen lassen.
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Handwerk: Filzen bedeutet zupfen, drücken, reiben und rollen
12.09.2020
Aus losen Schafwollfasern einen Gegenstand zu filzen, hat etwas Meditatives. Es verlangt aber auch Geduld und starke Arme und Hände.
Artikel lesen
Auf dem Tisch liegt ein grosser Haufen heller, flauschiger Schafwolle. Nach mehreren Stunden Zupfen, Drücken, Reiben, Einseifen und Rollen wird daraus ein gefilztes Sitzkissen geworden sein. Zuweilen lösen die Bewegungen bei der Filzerin  fast etwas Meditatives aus, zum Beispiel beim Reiben oder Rollen. Doch über weite Strecken ist Filzen einfach Fleissarbeit, benötigt Geduld und Kraft in den ...
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