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Forscher verkünden Entwicklung eines harmlosen Gentech-Impfstoffs gegen Toxoplasmose

Die mit Crispr-Cas hergestellte Impfung soll verhindern, dass Katzen den Parasiten Toxoplasma gondii auf Menschen oder andere Tiere übertragen. Eine Toxoplasmose kann zu Aborten und embryonalen Schäden führen.


Eine Infektion mit Toxoplasma gondii von Nutztieren oder Menschen erfolgt grundsätzlich über Katzen. Die Samtpfoten sind die Hauptwirte für diesen Parasiten, was bedeutet, dass er nur in diesen Tieren Eizellen bildet, die dann über den Kot ausgeschieden werden. Wer also gegen Toxoplasmose vorgehen will, kommt an Katzen nicht vorbei. Forschende der Universität Zürich haben nun mittels einem verfeinerten gentechnischen Verfahren einen experimemtellen Impfstoff entwickelt, der die Bildung von Toxoplasma-Eiern in Katzen und damit auch eine Übertragung auf Mensch oder Tier verhindern soll.

Gentechnisch veränderter Parasit als Impfung

Wie es in einer Mitteilung heisst, haben die Forschenden unter dem Einsatz der Genschere Crispr-Cas bei Toxoplasma gondii gezielt jene Sequenzen im Erbgut entfernen können, die für die Eizellenbildung verantwortlich sind. Die auf diese Weise unfruchtbar gemachten Parasiten könnten Katzen als Impfung verabreicht werden und schützen das Tier danach vor einer Ansteckung mit reproduktionsfähigen Toxoplasmen aus der Umwelt. 

Da keine Eizellen mehr gebildet und von den Katzen ausgeschieden werden, wäre laut den Forschenden auch die Gefahr einer Übertragung auf andere Tiere oder Menschen gebannt.

Aborte und embryonale Schäden

Gemäss dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV befällt Toxoplasma gondii neben seinen Endwirten (Haus- und Wildkatzen sowie Luchse), diverse Zwischenwirte. Zu diesen gehören Hunde, Wiederkäuer, Schweine, Pferde, Menschen und weitere. 

Meist verlaufe die Infektion ohne Symptome, Ausnahmen gebe es bei Immunschwächen oder besonders anfälligen Tierarten. Als häufigste Symptome bei Tieren genannt werden:

  • Fieber
  • Lähmungen
  • Entzündungen der Gaumenmandeln
  • Atemnot
  • Durchfall
  • Halbseitige Blindheit

Meldepflichtige Tierseuche

Bei Schafen und Ziegen gilt der Parasit als wichtiger Abort-Verursacher. Diese Tiere können bereits im Mutterleib oder über die Muttermilch infiziert werden.

Toxomplasmose ist eine meldepflichtige Tierseuche, Tierärzte und Laboratorien müssen Verdachtsfälle dem Kantonstierarzt melden. 

Gefahr für ungeborene Kinder

Wird eine schwangere Frau erstmalig mit Toxoplama infiziert, kann auch der Fötus angesteckt werden. Die Folge können laut BLV Schäden oder sogar der Tod des Ungeborenen sein. Bei Menschen erfolgt die Übertragung aber gemäss dem Bundesamt für Gesundheit in erster Linie durch den Verzehr von rohem oder ungekochtem Fleisch. Daher wird in der Schwangerschaft von den Verzehr dieser Lebensmittel abgeraten und im Umgang mit Katzen eine besonders gute Handhygiene empfohlen. 

Verbessertes Verfahren mit der Genschere

Für die Herstellung dieses experimentellen Lebendimpfstoffs sind die Zürcher etwas anders als üblich vorgegangen. Statt ein ringförmiges Stück DNA mit allen Informationen zum Bau der Genschere Crisps-Cas und der zu schneidenden Stelle im Erbgut des Parasiten, schleusten sie nur die vorprogrammierte Schere in den Einzeller ein. Somit habe man das Problem umgangen, dass die ringförmige DNA nach dem gewünschten Schnitt in der Zelle bleibt und dort unerwünschte Effekte haben kann. 

«Unser Ansatz ist nicht nur effizienter, schneller und kostengünstiger als herkömmliche Methoden, sondern führt auch zu einer Veränderung der genomischen Sequenz des Parasiten, ohne Spuren in den Zellen zu hinterlassen», wird einer der Forschenden zitiert. 

Kein Eingriff in die Nahrungskette

Das neue Vorgehen ist aus Sicht der Zürcher ein Beispiel dafür, dass sich neue gentechnische Methoden von konventionellen Ansätzen der Gentechnik unterscheiden. Es hinterlasse keine Spuren im Erbgut und unterscheide sich nicht von natürlichen Mutationen. Ausserdem betreffe das Verfahren nicht die Herstellung von Lebensmitteln und sei somit kein Eingriff in die Nahrungskette. Das geltende Gentechnikgesetz hinkt aus Sicht der Zürcher Forschenden dieser Entwicklung hinterher. 

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