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Erfahrungsbericht: Unterricht an Bäuerinnenschulen zu Zeiten von Corona

Der Fernunterricht an den Bäuerinnenschulen ist nicht zuletzt wegen des grossen Praxisbezugs eine Herausforderungen für Lehpersonen und Schülerinnen. Zwei Strickhof-Absolventinnen erzählen.


Karin Vorwerk: «Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Ausbildung per Fernunterricht weitergeführt wird. Ohne tägliches Pendeln bleibt mir mehr Lernzeit. Praktische Fächer, wie textiles Gestalten oder Gartenbau sind online schwer vorstellbar, da muss man Dinge anfassen können. Unsere Kochlehrerin war allerdings kreativ und motiviert in der Umsetzung ihres Online-Unterrichts. Das ging gut.

Zur Person

Karin Vorwerk besuchte den Vollzeitkurs am Strickhof, der abgesagt wurde, arbeitet auf einem Betrieb in Hüttikon ZH und steigt gerade in die Direktvermarktung ein.

Am Anfang fassungslos

Als die Schulleitung mitteilte, dass der Vollzeitkurs abgebrochen werde, konnte ich es anfangs gar nicht fassen. Ich setzte mich am Folgetag ganz normal zum Lernen hin. Natürlich fand kein Unterricht statt. Um Gewissheit zu erlangen, rief ich die Schulleiterin an. Sie erklärte mir, die Kapazitäten des Strickhofs seien begrenzt, und die Schülerinnen, die kurz vor dem Abschluss stünden, hätten Vorrang. Dafür habe ich Verständnis. 

Eine Chance für die Schulen

Ich verstehe, dass nicht alle gleich gut im Selbststudium zu Hause lernen. Mir fällt das leicht. Ich denke, dass die jetzige Krise eine Chance für die Schulen sein kann, ihr Onlineangebot auszubauen. Auch im praktischen Bereich.

Ich werde nächstes Jahr noch einmal mit dem Vollzeitkurs starten, obwohl ich dann bereits selbständig sein werde. Da kommt einiges auf mich zu, und es wird herausfordernd. Ich will diesen Abschluss, denn das grosse Ziel ist ein eigener Hof.»

Mit fehlt der Austausch

Martina Müller-Egli: Ich hatte Glück. Alle meine praktischen Fächer sind inklusive Prüfungen abgeschlossen. Nur bei «Familie und Gesellschaft» konnte die Prüfung nicht mehr durchgeführt
werden. Bei mir stehen noch Betriebslehre und das Fach «Willkommen auf dem Bauernhof» an. Beide können sicher gut im Fernstudium vermittelt werden. 

Zur Person

Martina Müller-Egli absolviert den Rest ihrer berufsbegleitenden Ausbildung als Fernkurs und lebt mit Mann und drei Kindern auf einem Betrieb in Weiningen ZH.

Im Unterricht arbeiten wir mit verschiedenen Online-Plattformen. Das geht eigentlich gut, die Tools sind einfach zu bedienen, und wir können den Lehrpersonen Fragen stellen. Trotzdem, mir fehlen der Frontalunterricht und der Austausch mit meinen Kolleginnen. Wir schreiben uns zwar via Whattsapp, aber ich bin einfach nicht der Fernstudium-Typ. 

Da Schule, Kindergarten, Spielgruppe und Grosmutter wegfallen, habe ich meine Weiterbildung auf den Abend verlegt. Tagsüber kümmere ich mich um Familie und Betrieb.

Will meine Position sträken

Ich wollte direkt im Anschluss die Berufsprüfung Bäuerin anhängen. Wie und wann ich nun abschliessen werde, weiss ich noch nicht. Ich hoffe aber, dass das bald sein wird und dass ich gut abschliesse. 

Die Bäuerinnenschule besuche ich, um meine Position auf dem Hof zu stärken. Damit ich als Person, die ursprünglich nicht aus der Landwirtschaft kommt, mehr mitreden und mitentscheiden kann.»

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Coronavirus: Keine Einheitslösung für den Fernunterricht an Bäuerinnenschulen
02.04.2020
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