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Der Ursprung der Holzbildhauerei

Holzbildhauerei hat eine langjährige Tradition in der Schweiz. Eine sehr lange sogar.


Publiziert: 21.07.2019 / 10:04

Dass die Holzbildhauerei ein Jahrhunderte altes Handwerk in der Schweiz ist, das ist bekannt. Wie weit die Tradition jedoch zurückgeht, das wissen wohl die wenigsten. Laut Internetseite des Schweizer Holzbildhauerei Museums, Brienz, gehen die ersten datierten Holzbildhauerarbeiten auf die Jahre 506 und 915 zurück. Viele gut erhaltene Arbeiten seien aus Eichenholz gefertigt worden. Sie stellen meist religiöse Motive dar und zieren noch heute Kathedralen, Münster und Kirchen. 

Die Zeit verändert vieles

Die Holzbildhauerei ist im 17. Jahrhundert im ganzen alpenländischen Raum nachweisbar und besonders im Berner Oberland verwurzelt. Mit der Renaissance wurde begonnen, Räume mit reich verziertem Täfer auszustatten. Dies hielt auch in Bauernhäusern Einzug, war nicht mehr nur Adligen und Geistlichen vorbehalten. Ab etwa 1650 wurde im Mittelland begonnen, die Möbel zu bemalen. Nicht so im Berner Oberland. Die Holzbildhauerei und -schnitzerei blieb dort vorherrschend. Die grösste Entfaltung habe die Holzbildhauerei in der Zeit des Rokoko erlebt, weiss das Museum. Da wurden nebst Möbel- und Bauschnitzereien vermehrt Figuren und Skulpturen in Holz gehauen. Die Berner Oberländer und besonders die Brienzer Holzbildhauerei sind untrennbar mit der Geschichte des Schweizer Tourismus ver­bunden. Denn der Tourismus entwickelte sich im Berner Oberland früher als in anderen Berggebieten. Besonders im frühen 19. Jahrhundert wurde ein grosser Aufschwung verzeichnet. 

Touristischer Einfluss

Das Schnitzlergewerbe richtete seine Erzeugnisse auf die Bedürfnisse der Reisenden ab. Damit habe die Holzbildhauerei das Bild unseres Landes für zahllose Touristen geprägt. An die Stelle der traditionellen Volkskunst mit häuslichen Geräten und Bauornamenten traten geschnitzte und gedrechselte Holzobjekte, die den Reisenden an seinen Aufenthalt in der Bergwelt erinnern sollte.  Souvenirs aus Zeitzeugen Umfasste die Palette zunächst Gefässe oder Eierbecher, wurde sie rasch auf zahlreiche Gebrauchsobjekte erweitert. So wurde begonnen, Musikdosen, Thermo- und Barometer, Nussknacker sowie Mensch- und Tierfiguren herzustellen. Dies hat sich bis heute, mal abgesehen von der stilistischen Entwicklung nicht verändert. Souvenirs und anspruchsvolle Auftragsarbeiten sind immer noch Zeugen dieser langjährigen Tradition.

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