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Bern: Die Bio Schwand AG hat Geldsorgen

Bei der Bio Schwand AG ist nicht alles grün. Insbesondere die finanzielle Situation gibt Anlass zu Spekulationen.


Publiziert: 21.09.2019 / 08:30

Seit der Schliessung der Landwirtschaftsschule auf dem Schwand in Münsingen sehen viele Landwirte kritisch auf die Bemühungen, aus dem Schwandareal ein Kompetenzzentrum für Biolandwirtschaft zu machen. Auch die Präsidentin der «Bärner Biobure», Kathrin Schneider, ist sicher: Viele haben die Schliessung der einst stolzen Schwandschule noch nicht verdaut. Die langwierigen Übernahmeverhandlungen haben dazu geführt, dass der Bioschwand einen schweren Start hatte und mögliche Geschäftspartner abgesprungen sind. Doch während zwei der drei Baurechtsnehmer, nämlich die Bioschule und Sigis Biohof sich mittlerweile gut etablieren konnten, kämpft der Dritte im Bunde, die Bio Schwand AG immer noch ums Überleben.

Das Geld fehlt

Auch die Geschäftsführerin der Bio Schwand AG, Sabine Vogt, kann es sich nicht erklären, warum Projekte wie etwa die «Gläserne Manufaktur» bei den Bioproduzenten keinen Anklang finden. Im Rahmen dieses Projektes zur regionalen Entwicklung sollten den Biolandwirten Verarbeitungsräume vermietet werden. Doch scheint es dafür keine Nachfrage zu geben. Warum, weiss Vogt nicht: «Das müssen Sie die Landwirte fragen», meint sie am Telefon. Über mangelnde Bekanntheit unter den Biobauern oder zuwenig Rückhalt mag sie nicht klagen. Man pflege mit den Bioschülerinnen und -schülern auf dem Schwand ein gutes Einvernehmen. «Die Schüler werden von uns verpflegt, mieten bei uns Zimmer und wir haben viele gute Kontakte auch mit Ehemaligen», betont sie. Ein Grund, warum die Bio Schwand AG nicht von Fleck kommt, sieht Kathrin Schneider in der fehlenden Liquidität. «Ohne Geld und ohne eine finanzkräftige Stiftung im Rücken ist es sehr schwierig Projekte zu lancieren», betont sie und schielt auf den Burgrain, der diesbezüglich ganz andere Möglichkeiten habe. Leider habe man auf dem Schwand lange Zeit als Besucher gespürt, dass die Stimmung nicht gut sei. Die Dienstleistungen hätten sich nun aber stark verbessert und man spüre viel Gastfreundschaft, jedoch fehle halt auch in der Gastronomie das Geld für grosse Sprünge.

Streit um Nebenkosten

Die Bio Schwand AG verwaltet auf dem Schwand alle nichtlandwirtschaftlichen Gebäude im Baurecht. Ein grosser Teil dieser Räumlichkeiten ist untervermietet. Ein gewichtiger Mieter ist der Kanton. Er mietet die Räumlichkeiten der Bioschule sowie Büros für das Lanat, das Amt für Wald, Jagd und Wildtiere, die Fischerei und die Bernische Stiftung für Agrarkredite. Der Bau einer neuen Heizung und Streitigkeiten um die Nebenkostenabrechnungen brachte kürzlich die «Berner Zeitung» aufs Tapet. Der Kanton moniert die beinahe Verdoppelung der Nebenkosten als missbräuchlich. Bei einem jährlichen Betrag von 365 000 Franken für die diversen Amtsstuben ein ­gewichtiger Posten, welcher ­wiederum die Liquidität der Bio Schwand AG schmälert. Die Verhandlungen diesbezüglich laufen und man werde sich mit dem Kanton einigen, betont Sabine Vogt, welche das Schicksal der Vision am Bioschwand nicht von blockierten Nebenkostengeldern abhängig machen möchte.

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