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Lampenfieber kurieren: Schweinehalter stählen sich im Medientraining für politische Diskussionen

Die Suisseporcs-Sektionspräsidenten übten in einem Medientraining den Auftritt vor der Kamera. Wir haben einen Teilnehmer nach seinen Erfahrungen befragt.

Schweinehalter Markus Käppeli aus Hildisrieden war gemeinsam mit weiteren Suisseporcs-Sektions-Präsidenten Teilnehmer eines Medientrainings, das die Proviande im Rahmen ihres Business Coachings anbietet. Wir haben ihn zu seinen Erfahrungen befragt.

Herr Käppeli, was hat Sie zur Teilnahme am Medientraining bewogen?

[IMG 2] Markus Käppeli: Initiiert wurde das Training von unserer Geschäftsstelle. Wir haben immer wieder Medienanfragen und man macht das ja nicht täglich. Je besser man darauf vorbereitet ist, desto besser ist man der Interviewsituation gewachsen.

Was waren die Inhaltedes Medientrainings?

Der Schwerpunkt lag beim Auftreten vor der Kamera und bei der Vorbereitung auf diesen Moment. So haben wir uns etwa mit dem Thema Lampenfieber und Nervosität befasst. Dabei helfen etwa Atemübungen sehr gut. Der Kursleiter war ein versierter Journalist und hat uns in die Zange genommen, dabei wurde er auch recht angriffig.

Was hat Ihnen das Training gebracht?

Es ist sehr wertvoll, wenn du dich selber siehst vor der Kamera und dass es anschliessend ein Feedback dazu gibt. Interessant ist nicht nur, was man sagt, sondern auch die Körpersprache. Hilfreich waren auch Tipps, wie man z. B. eine kurze Denkpause überbrücken kann. Natürlich ist man nach so einem eintägigen Kurs noch kein Medienprofi, dazu braucht es Routine. Es ist wie bei allem: Learning by doing ist die effizienteste Methode.

Hatten Sie seit dem Kurs schon einen «Ernstfall» mit einer Medienanfrage?

Nein, noch nicht, aber ich fühle mich jetzt bereit dafür.

Was waren für den Suisseporcs-Vorstand die wichtigsten Erkenntnisseaus dem Kurs?

Wir haben gemerkt, dass wir unsere Argumente für politische Auseinandersetzungen besser bündeln müssen. Ein solches Argumentarium ist wichtig, wenn du plötzlich vor der Kamera stehst und dich möglichst gut verkaufen musst.

Wem empfehlen Sie ein solches Coaching?

Jeder Bauer ist ein Botschafter. Wenn wir unsere Argumente überzeugend einbringen können, ist das ein grosses Plus, sei es bei Hofführungen oder vor der Kamera. Da warten noch einige Aufgaben auf uns.

Coaching als neues Geschäftsfeld für Proviande

«Wenn ein Bauer vor die Kamera steht, wirkt das authentischer, als wenn es ein bezahlter Branchenvertreter macht», sagt Suisseporcs-Geschäftsführer Stefan Müller. Deshalb hat er seine Sektions-Präsidenten zu einem Medientraining eingeladen. Er sieht dies auch als Teil der Vorbereitung für den nächsten Abstimmungskampf. Organisiert wurde das Training von Daniela Haller. Die langjährige Leiterin Marketing International ist Coach und bei Proviande zuständig für das Geschäftsfeld «Business Coaching». Neben Medientrainings gibt es Coachings für Führungskräfte, Teams, Lernende und Innovationsförderung. Sich coachen zu lassen, werde oft als Schwäche gesehen, sagt Haller. Dabei gehe es darum, die vorhandenen Ressourcen und Stärken der Kunden besser zu nutzen oder mit Veränderungen gut umzugehen.

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