Die BauernZeitung fragt: Mit welchen Gefühlen blicken Sie der Abstimmung vom Sonntag entgegen?

Die Abstimmungen vom Sonntag, 13. Juni, entscheiden unter anderem darüber, ob die Trinkwasser- und Pestizidverbots-Initiative angenommen werden oder nicht. Die BauernZeitung befragte zwei engagierte Landwirte und eine engagierte Bäuerin, mit welchen Gefühlen sie auf das kommende Wochenende blicken.

Heinz Kämpfer, Affoltern (Bern)

Die BauernZeitung fragt: Mit welchen Gefühlen blicken Sie der Abstimmung vom Sonntag entgegen?

Ich hoffe natürlich auf ein 2 × Nein und bin mittlerweile auch überzeugt, dass es dafür reichen sollte, schlimmstenfalls auch noch mit einem Ständemehr. Ich werde den Abstimmungssonntag von Zuhause aus verfolgen. Als Präsident der Landwirtschaft Emmental habe ich den Abstimmungskampf ziemlich intensiv erlebt, da ich mit Vielen Kontakt hatte, die Plakate bestellten. Einerseits bin ich zuversichtlich, dass das Ergebnis wie erhofft sein wird, so oder so geht dasLeben am Montag weiter.

Eveline Bachmann, Frauenfeld (Thurgau)

Die BauernZeitung fragt: Mit welchen Gefühlen blicken Sie der Abstimmung vom Sonntag entgegen?

Ich hoffe ganz fest auf ein 2 × Nein und mein Gefühl sagt mir im Moment, dass es klappen könnte, aber ich bin noch etwas vorsichtig. Den Abstimmungskampf habe ich mit gemischten Gefühlen erlebt: Bei Strassenaktionen in der Stadt kam einem am Anfang ein rauher Wind entgegen, was sich aber mit der Zeit besserte. Die positive Seite der Abstimmungen finde ich die, dass sich die Landwirte und Landwirtinnen selber wieder bewusst geworden sind, was sie eigentlich alles schon leisten.

Thomas von Euw, Ingenbohl (Schwyz)

Die BauernZeitung fragt: Mit welchen Gefühlen blicken Sie der Abstimmung vom Sonntag entgegen?

Ich glaube, wir dürfen mit guten Gefühlen auf den Sonntag schauen und davon ausgehen, dass es für ein 2 × Nein reicht. Es war eine beispiellose Kampagne mit einem riesigen Aufwand. Wir müssen uns aber bewusst sein, dass dieser Abstimmungskampf reine Symptombekämpfung ist. Die Ablehnung dieser Initiativen ist kein Vertrauens- sondern ein Vernunftsentscheid. Deshalb wird sich auch nach Ablehnung dieser Initiativen die Landwirtschaft weiterhin in grossen Schritten entwickeln müssen.

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