Damit die Bezeichnung «Schweiz» auf Lebensmitteln verwendet werden darf, müssen die Swissness-Kriterien erfüllt sein. Ausnahmen sind zum Beispiel vorgesehen für den Fall, dass Produkte für bestimmte Verwendungszwecke in der Schweiz nicht verfügbar sind. Dies etwa als Folge von Ernteausfällen oder wenn eine Zutat hierzulande nicht so produziert werden kann, dass sie den technischen Anforderungen entspricht.

«Einfacher, flexibler und transparenter»

Bisher war es der Bund, der die Liste mit nicht-verfügbaren Produkten führte. Ab dem 1. Januar 2023 sieht der Bundesrat aber vor, dass Organisationen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft selbst die Verfügbarkeit von Rohstoffen festlegen. Das Verfahren werde so einfacher, flexibler und transparenter, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrats.

Wie in anderen Branchen

Die Anpassung des Verfahrens sei das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Land- und Ernährungswirtschaft sowie Konsumentenschutz-Organisationen unter Koordination des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Es lehne sich an die Regelungen für Industrieprodukte an, bei denen ebenfalls die Branchen selbst eine Liste mit in der Schweiz nicht oder nicht in ausreichender Menge verfügbaren Rohstoffe veröffentliche.

Bericht folgt 2026

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) soll als Begleitmassnahme zum neuen Verfahren im Bereich Lebensmittel die Auswirkungen der vorliegenden Änderungen evaluieren. Der entsprechende Bericht werde dem Bundesrat bis Ende 2026 vorgelegt.