«Ich freue mich enorm über die vielen bekannten Gesichter hier, im Speziellen die Anwesenheit meiner Mutter und meines Göttis.» Mit diesen Worten zur Begrüssung machte Albert Rösti Freitag letzte Woche die Nähe zu den zahlreich erschienenen Besuchern in der Agrarhalle der Landi Frutigen deutlich. Der Bundesrat folgte der Einladung der SVP-Sektion Frutigen, um auf die ersten 111 Tage im neuen Amt zurückzublicken.

Stolz auf die Herkunft

Aufgewachsen in einer Bergbauernfamilie, 14 Kilometer taleinwärts in Kandersteg, kennt der neue Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) seine Wurzeln und ist stolz darauf. «Es ist eine Genugtuung und keine Selbstverständlichkeit, dass die Bewirtschaftung in den Tälern durch die Bauernfamilien derart gewährleistet ist», betonte er.

Nach der Wahl geht es Schlag auf Schlag

Der Bundesrat nahm seine Zuhörer im Rückblick noch einmal mit zur Wahl, der damit verbundenen Unsicherheit im Vorfeld und der grossen Freude an diesem 7. Dezember vergangenen Jahres. Am 8. Dezember fand bereits die erste Bundesratssitzung statt und die sieben Departemente wurden verteilt. Seit Anfang Januar leitet Albert Rösti nun das Uvek mit seinen sieben Ämtern und den vier bundesnahen Unternehmen Swisscom, Post, SBB und Skyguide.

Die Geschichte mit dem Strom flösst Respekt ein

Ein grosses Anliegen ist für Albert Rösti eine sichere Stromversorgung. «Der letzte Winter war ausserordentlich warm und wir gerieten glücklicherweise in keine Strommangellage. Kein Strom wäre eine Katastrophe, ich habe grossen Respekt davor», erklärte er. Als zweites Ziel nannte der Berner Oberländer den Ausgleich zwischen Stadt und Land von Schutz und Nutzen. Als dritte Priorität bezeichnete er sichere und ausreichende Infrastrukturen. Die Arbeit wird dem Bergbauernsohn in Bern niemals ausgehen, aber sein immenses Engagement war an diesem Abend in Frutigen augenfällig.

Man kennt sich von früher

Nationalratskandidat Ernst Wandfluh hat den gelungenen Anlass mit der Unterstützung der SVP-Sektion Frutigen organisiert. Wandfluh und Rösti kennen sich seit ihrer Kindheit. Während der Sommermonate waren beide mit ihren Familien «z Bärg» auf der Alp Ueschinen in Kandersteg.