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Agrarallianz: Weniger tierische Produkte essen und zu hohe Tierbestände abbauen

In einem Positionspapier bringt die Agrarallianz zum Ausdruck, die bisherigen politischen Anstrengungen zur Reduktion des landwirtschaftlichen Stickstoff-Überschusses gingen deutlich zu wenig weit. Sie will alle Branchenorganisationen, Politik und Konsum in die Pflicht nehmen.


Es braucht eine nationale Reduktionsstrategie für Stickstoffemissionen aus der Landwirtschaft, ist die Agrarallianz überzeugt. Wo technische Massnahmen nicht ausreichen, sollen zu hohe Tierbestände abgebaut werden. Man sieht aber nicht nur die Produktionsseite in der Pflicht, sondern schlägt einen Instrumentenmix vor, um die «grossen Ziellücken» bei den Stickstoffemissionen zu schliessen:

 

Die Agrarallianz begrüsst zwar die bundesrätlichen Vorschläge zur Senkung der Stickstoffverluste, es brauche aber mehr. Absenkpfade sieht sie als «wirksames und faires Instrument für die Landwirtschaft».  (Grafik Agrarallianz)

Lenkungsabgabe und weniger Futtermittelimporte

Die Schweizer Landwirtschaft soll bis in 15 Jahren (2035) die Umweltziele im Bereich Stickstoff erfüllen, fordert die Agrarallianz. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es mehr, als die bisher vom Bundesrat vorgebrachten Massnahmen (im Rahmen der AP 22+ und dem Absenkpfad Nährstoffe). 

Alle Branchenorganisationen sollen in die Verantwortung genommen werden. Zentral sind für die Agrarallianz eine Lenkungsabgabe auf Stickstoff und eine Reduktion der Futtermittelimporte. 

Konsum senken und Labelprodukte fördern

Weiter sei der Konsum tierischer Eiweisse «mit geeigneten Massnahmen» zu senken. Politik und Handel müssten Labelprodukte wie IP-Suisse, Bio-Suisse, Weidebeef und  Kag-Freiland «stärker und gezielter» fördern. 

Auch bei der Ausbildung möchte die Agrarallianz ansetzen und sowohl in der Grundbildung als auch der Betriebsleiterschule das Bewusstsein für das Stickstoffproblem zu fördern.

Die Forschung entsprechend ausrichten

Generell sei die Agrarforschung auf den Wandel des Ernährungssystems auszurichten. Das Positionspapier führt als Beispiele dafür Forschungsprojekte zur Permakultur, Agroforstwirtschaft oder der regenerativen Landwirtschaft auf.

Mehr zur Ausgangslage, der Rolle der Landwirtschaft und den von der Agrarallianz vorgeschlagenen Massnahmen finden Sie im Positionspapier Stickstoff der Agrarallianz. 

Nationale Reduktionsstrategie

Die Basis für eine nationale Reduktionsstrategie soll der Absenkpfad Stickstoff aus der AP 22+ sein. Dieser soll um folgende Punkte erweitert werden:

  1. Feed no Food: Stärkung der pflanzlichen Produktion und jährlich steigende Verlagerungen der DZ von tierischer zu pflanzlicher Produktion bis 2030.

  2. Stand der Technik:Beim betrieblichen Stickstoff-Management sind auf allen Ebenen der Stand der Technik zur Emissionsminderung als Voraussetzung des ÖLN einzusetzen.

  3. Weidehaltung: Stärkung der kraftfutterfreien Weidesysteme und jährlich steigende Verlagerung der DZ von intensiver zu extensiver Tierhaltung bis 2030.

  4. Futterimporte und Mineraldünger: Reduktion der Futterimporte und des Mineraldüngereinsatzes durch jährlich steigende Lenkungsabgaben bis 2030.

  5. Gemäss Positionspapier «Tierwohl» fordert die Agrarallianz eine Reduktion der Gesamtimporte Kraftfutter bis 2025 um 20%. Die Kraftfutterimporte könnten durch den Einsatz von Schlachtabfällen und Lebensmittelreststoffen reduziert werden. Rückvergütung der Einnahmen aus der Lenkungsabgabe an die Landwirtschaft insbesondere für Beratung und sozialverträgliche Absicherung der Massnahmen.

  6. Sozialverträgliche Umsetzung: Betriebsleitende mit Jahrgang 1967 und älter (Stichtag 01.01.2022) werden in Härtefällen finanziell unterstützt. Die Finanzierung erfolgt durch die Einnahmen der Lenkungsabgaben auf Kraftfutter und Kunstdünger.

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