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Ackerbau: Einige Grundsätze sind jetzt zu beachten

In den Kartoffeln stehen noch Pflanzenschutzmittelanwendungen an und die Getreideernte ist jetzt voll im Gange.


von Barbara Graf, Bildungszentrum Wallierhof
Publiziert: 18.07.2019 / 08:06

Vor der Getreideernte sollten die Parzellen kontrolliert werden. Es lohnt sich, beispielsweise im Weizen die Krankheiten zu bestimmen. Dieses Jahr sollte ein Augenmerk auf den Befall mit Fusarien gelegt werden.

Gefahr für Befall

Die Arbeitsgruppe Lebensmittelsicherheit von Swiss Granum hat das DON-Belastungsrisiko für Weizen mittel bis leicht erhöht eingeschätzt. Wenn die Vorkultur Silomais war oder der Boden pfluglos bearbeitet wurde, ist die Gefahr für Befall mit dem lachsfarbenen Pilz an den Ährchen erhöht. Wenn man die Krankheit entdeckt, sollte dies vorgängig der Sammelstelle gemeldet werden. Anhand der gewonnen Erkenntnisse kann die Aussaat 2019 geplant werden. Eine entscheidende Rolle bei der indirekten Bekämpfung von Fusarien spielt die Sortenwahl (siehe Tabelle). Der Krankheitsbefall kann dazu veranlassen, die Bodenbearbeitung nach der Vorkultur, die Sortenwahl oder die Fungizidstrategie zu überdenken. Auch dem vorhandenen Unkraut sollte Beachtung geschenkt werden. Das Bestimmen von Unkraut kann eine Entscheidungsgrundlage liefern, ob vielleicht bei der nächsten Kultur ein Herbizidverzicht (mit REB) in Frage kommt. Wird auf abgeernteten Gerstenfeldern bereits die Stoppelbearbeitung ein Thema, muss der Wasserhaushalt beachtet werden. Gebietsweise ist sehr wenig Niederschlag gefallen und die Böden sind oberflächlich sehr trocken. Wenn also bearbeitet wird und die Folgekultur Kunstwiese ist, sollte baldmöglichst angesät werden, sodass der Boden nicht weiter austrocknen kann. Sind mehrere Parzellen zum Äugstlen vorgesehen, könnte der Ansaatzeitpunkt variiert werden, um das Risiko zu verteilen.

Kartoffeln: Hoher Druck

Im Juni waren die Bedingungen für die Krautfäule ideal. Bei Phytopre (www.phytopre.ch) können die aktuellen Befallsmeldungen eingesehen werden. Die höheren Temperaturen bremsten die Krankheit ein wenig, aber bei gewitterhaftem Wetter steigt das Infektionsrisiko erneut. Die Kartoffeln müssen kontrolliert werden und der Fungizidschutz muss erneuert werden. Es muss verhindert werden, dass die Sporen auf die Knollen gelangen, weshalb der Fungizidschutz bis zur Krautvernichtung aufrechterhalten werden muss. Ist der Zeitpunkt für die Krautvernichtung noch nicht erreicht, sollte dies mit einem teilsystemischen Mittel mit abstoppender Wirkung gemacht werden, welches von Vorteil auch die Knollen schützt.

Wahl der Mittel

Bei der Mittelwahl ist zudem auf eine gute Alternaria-Wirkung zu achten. Der Schwächepilz wird sich mit der zunehmenden Blattalterung weiter ausbreiten. Zu beachten sind die Kartoffelbestände, deren Krautmasse durch Hitze sowie Alternaria-Dürrflecken stark reduziert wurden. Wo nur noch ein Drittel bis ein Viertel der Blattfläche vorhanden ist (v. a. bei frühen Sorten), sollte man mit der Krautvernichtung nicht länger zuwarten. Bei Hitze und Trockenheit beziehungsweise tiefer Luftfeuchtigkeit sind die Bedingungen für Pflanzenschutzbehandlungen schlecht. Die Wirksamkeit kann durch eine höhere Verdunstung, Abdrift und schlechteres Eindringen in die Pflanzen wegen der dicken Wachsschicht reduziert werden. Pflanzen, die unter Hitze- und Trockenheitsstress leiden, sind zudem kaum in der Lage, systemische Wirkstoffe aufzunehmen. Um die Verdunstung der Wirkstoffe in die Luft auf ein Minimum zu beschränken, gilt es die tieferen Temperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit morgens auszunutzen und die Geräte für ideale Tropfengrössen korrekt einzustellen. Für alle Pflanzenschutzmittel, die von den Pflanzen über die Blätter aufgenommen werden, wirkt sich ein leichter Tau positiv auf die Wirkung aus, weil die Durchlässigkeit der Wachsschicht verbessert wird. Wenn bei leichtem Klopfen auf ein Blatt die Tautröpfchen dranbleiben, kann gespritzt werden. Starker Tau hingegen fördert die Abwaschung.

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