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Wolf


Der Wolf (Canis Lupus) war einst ein heimisches Tier in Mitteleuropa, wurde aber vor 150 Jahren ausgerottet. Das Grossraubtier hat ein schlechtes Image und das nicht nur wegen alter Mythen und Geschichten. Wölfe reissen immer wieder Schafe auf Schweizer Alpen, der Herdenschutz ist aufwändig, kostet Zeit und Geld. Zudem garantieren Herdenschutzhunde und Zäune oder die Anwesenheit eines Hirten nicht, dass es zu keinem Riss kommt.

Problematische Wölfe, die z. B. ihre Scheu vor Menschen verloren haben oder trotz Schutzmassnahmen wiederholt Nutztiere töten, können in der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden. Dazu müssen die gesetzlichen Kriterien erfüllt sein und der betroffene Kanton muss einen Antrag an das Bundesamt für Umwelt (Bafu) stellen. Mit diesem Verfahren konnte der Kanton Graubünden den Abschuss von vier jungen Wölfen des Beverin-Wolfsrudels erwirken. Schwierig wird es, sobald Wölfe Schafe oder andere Nutztiere als leichte Beute erkennen und sie systematisch reissen, statt Wild zu jagen. Im schlimmsten Fall geben ältere Tiere dieses Fehlverhalten an ihren Nachwuchs im Wolfsrudel weiter.

Gerade weil der Wolf im Grunde zur einheimischen Fauna gehört, diskutieren Befürworter und Gegner immer wieder, ob ein Zusammenleben möglich ist und wenn ja, mit wie vielen Wölfen oder unter welchen Umständen. Da die Rudel in Bergregionen leben, tut sich in dieser Sache auch ein Graben auf zwischen Stadt und Land.  Als Grossraubtier kann der Wolf Wildpopulationen beeinflussen und kontrollieren, wodurch der Wildverbiss reduziert und die Waldverjüngung verbessert wird. Andererseits werden Wölfe so auch zur Konkurrenz für Jäger. 

Aktuell steht der Schutz des Wolfes im Zentrum der Diskussion um die Revision des Jagd- und Schutzgesetzes. Verschiedene Umweltverbände sammeln Unterschriften für ein Referendum und kritisieren, dass das neue Jagdgesetz den Artenschutz als Ganzes unterlaufe. Das Referendum solle dafür sorgen, dass das Jagd- und Schutzgesetz auch in Zukunft seinen Namen verdient und nicht zum «Abschussgesetz» verkomme.

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