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Wandern und Brunchen mit einem Bundesrat: Landwirtschaftsminister Guy Parmelin zeigt seine Heimat

Bundesrat Guy Parmelin wanderte heute mit 200 Schweizer(innen) durch die Waadtländer Rebberge. Unterwegs gabs einen verfrühten 1.-August-Brunch bei der Weinbauernfamilie Métroz.


Publiziert: 31.07.2019 / 17:03

«Alles gut bei Ihnen?» Plötzlich steht Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Tisch. Die drei Ehepaare, bunt zusammengewürfelt aus dem Kanton Solothurn und der Waadt, Deutschschweizer und Romands einträchtig vereint, freuen sich über den Smalltalk mit dem Wirtschaftsminister.

Hier ein Selfie, da ein Scherz

Parmelin gibt sich an diesem 31. Juli nicht nur volksnah, die Gespräche mit den Mitbürger(innen) aus allen Landesteilen scheinen ihm Spass zu machen. Casual-chic in dezent geblümtem Hend und beiger Hose könnte er, begleitet von seiner Frau Caroline, auch einer von ihnen sein. «Was ich heute vorhabe, ist eher aussergewöhnlich, denn es ist selten, dass ein Bundesrat anlässlich des Nationalfeiertags den Touristenführer spielt», sagt er ein wenig später bei seiner Rede und hat damit die Lacher auf seiner Seite.

200 Leser(innen) der "Schweizer Illustrierten" und der "L’illustré" wandern am Tag vor dem Nationalfeiertag mit dem Bundesrat von seinem Wohnort Bursins bis nach Changins. Sie haben an einem Wettbewerb der beiden Magazine mitgemacht und gewonnen. Hier in der pittoresken Weinbauregion Lâ Cote hat Parmelin zusammen mit seinem Bruder bis zu seiner Wahl in den Bundesrat Wein angebaut. «Obwohl ich hier wohne, habe ich diesen touristischen Weg entlang der Reben noch nie selber gemacht», verriet Guy Parmelin der "Schweizer Illustrierten" im Vorfeld.

Weinbauern in der dritten Generation

Nun ist der gelernte Landwirt und Winzer Landwirtschaftsminister. Da passt der Zwischenhalt in Begnins wunderbar. Auf dem Weingut von Familie Métroz, bestehend aus Jean-Paul und Isabelle und Sohn Christophe, macht die Wandergruppe Halt. Seit drei Generationen hegt und pflegt die Familie hier zwölf Hektaren Wein. Auf dem Weingut werden 12 Rebsorten angebaut, geerntet und zu Wein verarbeitet. Die Familie ist ein eingespieltes Team. Vater Jean-Paul bevorzugt Arbeiten mit dem Traktor, Sohn Christoph Arbeiten wie das Schneiden der Reben und die Lese, wie sie gegenüber dem Gemeindeblatt «Begnews» einst verrieten. Mutter Isabelle ist die Gastgeberin, die an vorderster Front mitarbeitet und ihr Team managt, obwohl sie aktuell Krücken benötigt.

Für die Winzerfamilie ist es quasi die Hauptprobe. Morgen am Nationalfeiertag werden sie am traditionellen 1. August-Brunch auf dem Bauernhof 150 Gäste empfangen. Wie viele der anderen rund 350 Brunchanbieter sind sie bereits ausgebucht. Der heutige Brunch wird den Wanderern vom Schweizer Bauernverband offeriert, der Wein vom Office des Vins Vaudois. Die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft war naheliegend, wie Werner de Schepper, Co-Chefredaktor der Schweizer Illustrierten in seinen Begrüssungsrede sagt. Von ihm stammt die Idee zur Wanderung mit dem Bundesrat. «Ich wusste, wenn wir 200 Leute verpflegen wollen, müssen wir zu einem Bauern gehen», scherzt de Schepper.

«Achten Sie auf Schweizer Produkte»

Mit von der Partie ist auch Nationalrat und Bauernverbandsdirektor Jacques Bourgeois (FDP/FR). In seiner Begrüssungsrede macht er auf die Swissness aufmerksam und erklärte, was ein Schweizerkreuz auf einem verarbeiteten Produkt zu bedeuten hat. «Wenn Sie im Laden sind, achten Sie auf Schweizer Produkte. Hinter diesen stehen auch Schweizer Bauernfamilien», bittet er die Anwesenden. Er geht auch auf die anstehenden Abstimmungen über die Trinkwasser-initiative und die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. «Ein Ja hätte für uns gravierende Folgen.»

Guy Parmelin seinerseits dankte den Anwesenden in seiner Reise für ihr Interesse am Vaterland. «Wir leben in einem Land, dass uns die Möglichkeit gibt, uns zu entfalten und dank unserer Arbeit aufblüht.»
Den drei Ehepaaren am oben erwähnten Tisch verrät er übrigens noch, dass er sich besonders auf den letzten Stop freue: Agroscope, das landwirtschaftliche Forschungsinstitut des Bundes, gewährt hier Einblicke in ihre Forschung. «Agroscope gehört zu meinem Departement, ich bin gespannt, wie sie es machen», sagt der Landwirtschaftsminister, lächelt in die Runde und geht weiter zum nächsten Tisch.

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