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Swissfarm in Luzern: Übernachten im Wurzelbaumhaus

Das Wurzelbaumhaus bietet Verliebten und Naturliebhabern die gewünschte Romantik und Erholung. Die zentrale Lage lädt zu verschiedensten Unternehmungen ein. Ob mit dem Fahrrad, Zug oder zu Fuss: Die ebene Gegend rund um den Sempachersee lässt sich einfach erkunden.


Eigentlich planten Karin und André Wechsler damals eine selbstgebaute Baumhütte für ihre Kinder. Doch wie es so ist, verging die Zeit wie im Flug und die Kinder waren erwachsen und flogen aus. Der Traum vom eigenen Baumhaus wurde erst mal zur Seite gelegt. Über die kommenden Jahre bot die gelernte Hotelfachfrau Schlafen im Stroh und Gruppenanlässe an. Bis zu 10 Personen konnte sie beherbergen. Mit der Zeit weitete sich das Angebot auf der Swissfarm immer mehr aus.

Herrliche Aussicht vom Baumhausbalkon.

Die Angebote im Überblick

  • Übernachtung im Baumhaus
  • Romantikpaket «Valentina»
  • Bauernhofgames für Gruppenanlässe und Firmenevents
  • Direktverkauf auf Bestellung
  • Grusellabyrinth
  • Schatzsuche
  • Sinnesweg
  • Bullriding
  • Ross- und Wagenfahrt

Im Jahr 2009 besuchten André und Karin Wechsler «Les Nids» in Le Locle. Fasziniert von den Baumhäusern, wurde der Traum wiedererweckt und 2012 mit dem Bau des hofeigenen Baumhauses erfüllt. Zwar hatten sie sich einige Dinge noch romantischer vorgestellt, doch mussten die beiden mit den baulichen Behörden gewisse Kompromisse eingehen. So führt, anstatt die gewünschte Wendeltreppe aus Holz, eine Metalltreppe hoch ins Baumhaus. Aus feuerpolizeilichen Gründen. Als Alternative ranken sich nun wunderschöne Weinreben die Treppe hinauf und verleihen ihr einen einladenden Charme.

Gebucht wird insbesondere das romantische Übernachtungs-Paket für Verliebte «Valentina». Oft geniessen aber auch Einzelpersonen eine Auszeit auf ihrem Hof. Karin hat viel Herzblut und Leidenschaft in ihr Baumhaus gesteckt. Es ist liebevoll ausgestattet mit allem Komfort, den man sich wünschen kann. Liegestühle laden auf der Terrasse zum Verweilen ein und wem es, trotz vielfältigem Angebot, langweilig werden sollte, dem steht ein Fernseher zur Verfügung. Bei der Verköstigung legt Karin Wechsler Wert auf Regionalität und Saisonalität. Vieles, was sie den Gästen serviert ist selbst gemacht, von der Konfi über das Brot bis zu den Wurstwaren. Das Frühstückskörbchen kommt per Seilzug direkt ins Baumhaus. Wer beim Frühstück den Orangensaft sucht, sucht vergebens. Zum Frühstück wird Apfelsaft aus dem Nachbardorf serviert. Auf die Nachfrage der Gäste, warum es keinen Orangensaft gebe, gibt ­Karin Wechsler stets dieselbe Antwort: «In der Gegend wachsen nun mal keine Orangenplantagen, sondern Apfelbäume.»

Mit Liebe zum Detail wurde die Inneneinrichtung gewählt.

Teamwork mit Betriebsleiterpaar

Im Jahr 2019 entschlossen sich André und Karin, ihre «Swissfarm» zu verpachten. Die drei erwachsenen Töchter des Paares sind noch nicht bereit, die Farm zu übernehmen. In Fabienne und Beat Lustenberger haben sie das passende Pächterpaar gefunden. Die Vertrautheit und Harmonie zwischen den Frauen sind deutlich spürbar. Sie sind jedoch weder verwandt noch verschwägert. Dass sich ihre Wege als völlig Fremde kreuzten, war wohl Schicksal. Denn auch Fabienne glänzt mit Gastgeberqualitäten. Sie verwöhnt die Gäste mit ihren selbst gemachten Desserts und Apéros. Das Catering für die Hauptgänge wird in Zusammenarbeit mit der Steg-Metzg organisiert. Die zwei sympathischen Frauen haben eine klare Aufgabenteilung. Fabienne übernimmt fortan die Gruppenanlässe und Events auf dem Hof, Karin verwöhnt weiterhin Gäste im Baumhaus. Natürlich helfen sie sich gegenseitig aus, wenn es mal mehr zu tun gibt.

Während Corona den Übernachtungen keinen Abbruch tat, war es für die Events ein hartes Jahr. So fokussierte sich Familie Lustenberger auf den Direktverkauf von hofeigenem Rind- und Schweinefleisch. Einen Hofladen führen sie (noch) nicht. Bezüglich Auslastung des Baumhauses war es eines der besten Jahre. Sogar unter der Woche war das Baumhaus ausgebucht. Obwohl ihre einzigartige Übernachtungsmöglichkeit nur Platz für zwei Personen bietet, was während der Pandemie aber nie ein Problem war. Coronakonform wird auch das Essen ins Baumhaus geliefert – nämlich per Flaschenzug und Körbchen. Ungestörter kann man die Zweisamkeit kaum geniessen. Darum wird das Angebot hauptsächlich von Pärchen geschätzt und genutzt, die etwas Spezielles suchen. Aber auch Einzelpersonen, die gerne Ruhe und Natur erleben, buchen Übernachtungen im Baumhaus. Die Altersspanne ist sehr breit, das älteste Pärchen war um die 80 Jahre alt.

Die Powerfrauen der Swissfarm: Karin Wechsler und Fabienne Lustenberger. (Bild Rahel Iten)

Betriebsspiegel Swissfarm

Familie Lustenberger und Familie Wechsler, Kuchischür 3, 6206 Neuenkirch (Luzern)

LN: 30 ha

Kulturen: Brotgetreide, Futtergetreide, Raps und Mais

Tierbestand: 70 Aufzuchtrinder

Weitere Betriebszweige: 260 Mastschweine (IP-Suisse), Ackerbau, Futterbau, Agrotourismus

Arbeitskräfte: Betriebsleiterpaar Fabienne und Beat Lustenberger, Verpächterpaar Karin und André Wechsler

Wer sich nicht nur erholen möchte, dem stehen einige Möglichkeiten offen. So lassen die Swissfarm-Betreiber ihre Gäste auch im Stall mithelfen, wenn diese ihre Gummistiefel mitgebracht haben. Auch die Umgebung lässt sich leicht erkunden. Velos stehen den Besuchern jederzeit zur Verfügung.

Bleibende Erinnerungen an Gäste

Mit ihren Gästen hatte Karin Wechsler nie wirklich Probleme. Hie und da wurde der Wasserkocher nicht nur zum Wasserkochen genutzt oder etwas Falsches in die Mikrowelle gestellt. Einmal hat jemand versucht, die LED-Kerze wie eine richtige Kerze anzuzünden. Ein kleiner Brandfleck erinnert nun daran. Aber dies sind nur kleinere, kaum nennenswerte Schäden. Von grösseren Schandtaten wurden sie bisher verschont. Die Gäste, die zu ihr finden, kommen aus allen Teilen der Welt. Sogar aus dem Oman war jemand da. Und das, obwohl Karin Wechsler ihre Bleibe nicht auf grossen Netzwerken anbietet. Diese Herrschaften haben ihr das Baumhaus komplett umgestellt, wohl damit alles gegen Osten ausgerichtet ist.

Die Treppe hinauf ins Baumhaus-Glück.

Coronakonform reist das Frühstück ins Baumhaus.

Eine Kundin ist ihr besonders geblieben. Sie fand die Dame ausgesprochen liebenswürdig. Es war eine Japanerin, die Deutsch lernte. Sie hat sich ihre Schweizreise selbst zusammengestellt und kam mit einer offenen Art auf den Hof. Sie war sehr interessiert und äusserst dankbar. Solche Gäste wünscht man sich.

Trauriger ist es, wenn Übernachtungen storniert werden müssen, weil die Beziehung in der Zwischenzeit zu Bruch ging. Das täte ihr für die Menschen leid. Ein junger Mann hat als Ersatz seine Eltern zu ihr geschickt, was sie eine schöne Geste fand.

Die Swissfarm und ihr Team freut sich weiterhin auf unkomplizierte und aufgeschlossene Gäste.

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