Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Stangenbohnen im Maisfeld: Mischanbau wird als praxisreif erklärt

Beim Mais-Bohnen-Mischanbau kommt auch die giftige Aminosäure Phasin ins Futter. Ohne negative Auswirkungen, sagt ein Versuch.


von Andrea Zemp, LZ Liebegg
Publiziert: 15.09.2019 / 17:55

Im umliegenden Ausland und in der Schweiz werden vermehrt Stangenbohnen in den Mais eingesät. Bis vor Kurzem war noch unklar, ob die giftige Aminosäure Phasin aus den Bohnen bei der Verfütterung an Nutztiere Probleme verursachen könnte. Mittlerweile konnten Forscher aus Deutschland Entwarnung geben. In einem Fütterungsversuch mit Milchvieh konnten keine negativen Auswirkungen festgestellt werden.

Versuche waren positiv

Am Thünen-Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst wurden über zwei Jahre Fütterungsversuche mit Mais-Bohnen-Gemenge durchgeführt. Sie verfütterten Mais-Bohnen-Mischsilage an rund 70 frisch laktierende Kühe und überprüften die Gesundheits- und Leistungswerte der Kühe und die ­Inhaltsstoffe der Milch. Die Futteraufnahme veränderte sich nicht durch die Verfütterung von Mais-Bohnen-Silage, was zeigte, dass die Schmackhaftigkeit gleich ist wie bei reiner Maissilage. Die Milchleistung blieb unverändert. Bei den Inhaltsstoffen blieben Fett- und Proteingehalt gleich hoch, allerdings stieg der Harnstoffgehalt beim Verfüttern vom Mais-Bohnen-Gemenge leicht an.

Nach Abschluss der beiden positiv verlaufenen Fütterungsperioden erklärten die Forscherinnen die Fütterung der Mais-Bohnen-Gemenge für praxisreif.

Mischanbau kurz erklärt

Beim Mischanbau werden Mais und Stangenbohnen miteinander ausgesät. Die Bohnen nutzen anschliessend den Mais als Stütze. Ein wichtiges Ziel dieser Mischkultur ist die Steigerung des Proteingehaltes der Silage, denn die Bohne hat im Vergleich zu Mais mit 14 Prozent einen doppelt so hohen Proteingehalt. Gelingt es, in den Mischsilagen über die Bohnen den Proteingehalt anzuheben, kann Eiweissfuttermittel eingespart werden. Dies wiederum würde helfen, den Import von Sojabohnen zu reduzieren.

Bohnen gehören zu den Leguminosen. Diese können über Knöllchenbakterien Luftstickstoff fixieren. Dieser steht der Bohne und zu einem gewissen Teil auch dem Mais zur Verfügung, vor allem aber der Folgekultur im nächsten Jahr. Dies spart Mineraldünger, zu dessen Herstellung viel fossile Energie benötigt wird.

Die Bohnen führen im Mais zu einer schnelleren Bodenbedeckung. Dadurch wird das Unkraut besser unterdrückt und das Erosionsrisiko gemindert. Die Bohnen erhöhen die Biodiversität in den Maisfeldern. Sie bieten über viele Wochen den Insekten und damit auch den Vögeln Nahrung und sie schützen die Bodenbrüter.

Mischanbau im Test

Seit mehreren Jahren baut das LZ Liebegg zusammen mit dem Forum Ackerbau Mais und Bohnen im Mischanbau an und testet, wie sich der Mischanbau zum Mais-Reinanbau bezüglich Anbau, Ertrag und Gehalten in der Silage unterscheidet. In diesem Jahr steht ein solches Versuchsfeld in Birrhard. Aktuell sind die Maispflanzen in diesem Feld über 2 Meter hoch und die Stangenbohnen sind bereits bis zur Fahne des Maises hochwachsen. Es hat sich ein dichtes Pflanzendickicht gebildet und man kommt kaum mehr durch die Maisreihen. Dieses Feld kann an der Liebegger Herbsttagung in Birrhard besichtigt werden (Kasten). 

Liebegger Herbsttagung

Am Mittwoch, 18. September, von 8.45 bis 12 Uhr findet in Birrhard auf dem Vierbrunnenhof die Lieb-egger Herbsttagung mit folgenden Themen statt:
- Mais-Bohnen-Mischanbau
- Sonnenblumen mit Untersaat
- Speisehanf
- Solarenergie

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Der Maiswürfel-Pionier
Patrick Egli hat ein Futtermittel für Kühe kreiert – aus Süssigkeiten, Backwaren und Mais. Kühen beschert er mit seinem Gourmet-Maiswürfel besondere Fressfreuden.
Artikel lesen
Zu 85 Prozent bestehen die Oberkircher Maiswürfel – naheliegenderweise – aus Mais. Die restlichen 15 Prozent sind Nebenprodukte (so genanntes Rework) aus der Lebensmittelindustrie. Dies können beispielsweise Bonbons, Teig- und Backwaren oder Schokolade sein. 0,2 bis1 Prozent der Produktion fallen in den Produktionsbetrieben als Abschnitte oder fehlerhafte Produkte an. Diese Nebenprodukte können ...
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Umfrage
18.10.2019 - 24.10.2019

Die Bart-Frage

Wie ist der Bart am Schönsten?

Weitere Umfragen
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!