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«SRF bi de Lüt – Landfrauenküche»: Beim Kochen wurde es bei Eveline Villiger richtig heiss

Eveline Villiger liess sich bei der SRF-Kochsendung für ihr fleischloses Menü vom Gemüsegarten inspirieren.


«Manchmal ist kochen mühsam», sagt Eveline Villiger. Sie lacht dazu, denn eigentlich kocht sie gerne. Aber im Alltag ist die Küche nur eines von verschiedenen Arbeitsfeldern, zwischen denen sie jongliert. Und da muss es manchmal schnell gehen. Die 44-Jährige führt in Auw im Aargauischen Freiamt einen Landwirtschaftsbetrieb und die Haushaltung ihrer Familie.

Trotz viel Arbeit eine gute Erfahrung

Eveline Villiger liebt die vielen Facetten ihres Arbeitslebens. Der Nachteil sind die Stosszeiten, gerade im Herbst mit der Obsternte, wo sie aber auf treue Helfer zählen kann. «Und jetzt ist noch die Landfrauenküche dazugekommen», sagt sie und stellt sogleich klar, dass sie diese Erfahrung nicht missen möchte. «Ich habe tolle Frauen kennengelernt. Und nach der Hofwoche hatte ich Vertrauen in das SRF-Team, dass sie einen Film machen, der für mich stimmt.»

Dass es soweit kommen würde, hätte sie sich nicht träumen lassen. Sie blieb gelassen, als ihr Mann sie für die Produktion «SRF bi de Lüt - Landfrauenküche» anmeldete: «Ich dachte, die wollen doch keine Vegetarierin.»

Eveline Villiger im grossen Videoporträt

Auf dem Hof von Eveline Villiger leben sechs Pensionspferde und ihr eigenes Pferd. (Bild Ueli Christoffel/SRF)

Fleisch gibt es nur für Kinder und Gatten

Als Teenager hatte Eveline Villiger aufgehört, Fleisch zu essen. Wahrscheinlich hätten Bilder vom Schlachthof den Ausschlag gegeben, schaut sie zurück. Jedenfalls war der Fleischkonsum für sie seither kein Thema mehr, «er fehlt mir einfach nicht». Für ihren Mann und die drei Kinder im Teenageralter bringt sie ab und zu Fleisch auf den Tisch. Aber nur aus guter Tierhaltung. Und darum macht es für die Vegetarierin auch Sinn, dass sie auf ihrem Betrieb Aufzuchtrinder für die Mutterkuhhaltung betreut – auf eine Art, hinter der sie stehen kann.

Steckbrief

Name: Eveline Villiger

Alter: 44

Familie: Mann René (50), Kinder Sarina (18, Lehre als Drogistin), Florin (16, Lehre als Velomechaniker), Aurel (14, Schüler, angehender Automobilfachmann)

Beruflicher Werdegang: Gärtnerin, Handelsschule, Grundlagenkurs Landwirtschaft

LN: 10 ha, davon 4 ha Ackerbau

Tierbestand: 10 Salers-Aufzuchtrinder, 6 Pensionspferde und 1 eigenes Pferd, Hofhündin Yuma, einige Zwergseidenhühner, Zwergziegen und Katzen. 

Dem Dessert wurde es in der Küche zu heiss

Mit ihrer Koch-Leistung für die Fernsehproduktion ist Eveline Villiger zufrieden. Im Grossen und Ganzen jedenfalls, denn es gab einen Patzer: Einige der lauwarmen Schoggichüechli fürs Dessert gerieten beim Anrichten aus der Form. «Sie hatten wohl einfach zu warm – in der Küche wäre es noch im Bikini zu heiss gewesen», scherzt sie heute darüber. Um genügend Kochfelder zu haben, hatte sie an jenem Hochsommertag nämlich auch den Holzofen eingefeuert. Dazu die vielen Leute in der Küche.

Für ihr fleischloses Menü liess sie sich von der Jahreszeit inspirieren und bediente sich für die Füllung von dreierlei Ravioli aus ihrem Gemüsegarten. Immerhin das ganz wie im Alltag.

Die Füllung für Villigers Ravioli kommt aus dem eigenen Gemüsegarten. ((Bild Ueli Christoffel/SRF)

René blieb Briefträger, sie wurde Landfrau

«Ich habe in die Landwirtschaft hineingeheiratet», erzählt Eveline Villiger. Ihr Mann René, ein Bauernsohn, arbeitete damals wie heute bei der Post. Seine Eltern hatten die Milchwirtschaft aufgegeben und das Land verpachtet, als das junge Paar einstieg. René Villiger behielt sein Vollzeitpensum als Briefträger, seine Frau übernahm die Verantwortung für den Bauernhof und absolvierte einen Grundlagenkurs Landwirtschaft. Sie stellte auf Bio um und baute den Landwirtschaftsbetrieb wieder aus.

Sechs Fragen an Eveline Villiger

Das esse ich nicht gerne: Fisch und Fleisch.

Immer im Kühlschrank habe ich: Eier, Rahm, Käse, Milch.

Meine Küchenwunderwaffe ist: Selbstgemachte Knoblauchpaste. Die hilft immer, wenn bei einem Gericht der Pfiff fehlt.

Unser Familienritual am Tisch: Eigentlich keines. Aber am Morgen bin ich immer in der Küche, wenn die Kinder frühstücken.

Das ist der häufigste Störfaktor beim Kochen: Andere Arbeit.

Das war als Kind mein Lieblingsessen: gebratener Fleischkäse. 

Rinder, Pferde und Ackerbau

Für einen Cousin ihres Mannes zieht Eveline Villiger heute rund zehn Salers-Rinder auf. Dazu hält sie sechs Pensionspferde und ein eigenes Pferd. Zu den bestehenden Hochstämmern pflanzte sie neue, jeden Herbst liefert sie von den 40 Bäumen ein paar Tonnen Obst an eine Dörrerei im Nachbardorf. Im Ackerbau macht sie die Handarbeit, maschinelle Arbeiten vergibt sie an Drittpersonen. «Mit zehn Hektaren muss ich nicht anfangen zu rechnen, ob sich eigene Maschinen lohnen.»

Glücksmomente am See und mit dem Velo

An ihren langen Arbeitstagen nimmt sich Eveline Villiger ab und zu eine Ruhemoment auf einer Bank  unter dem mächtigen Nussbaum hinter dem Haus.  Zwei Herzen, aus einem Stamm geschnitzt, zieren diesen Platz. Solche Holzskulpturen finden sich an verschiedenen Orten auf dem Hof. Eveline Villiger schneidet sie mit der Motorsäge, ebenso Tafeln für Geburtsanzeigen, die ihr Mann bemalt. «Ich bin für das Grobe zuständig, er für die Feinarbeit.» Die beiden sind auch regelmässig auf dem Fahrrad unterwegs. Für lange Touren reicht es nicht, «aber an einem Sonntagmorgen um den Zugersee fahren und dann das Brot für das Familienzmorge heimbringen – das ist einfach schön», erzählt Eveline Villiger von ihren Glücksmomenten.

Eveline Villiger arbeitet gerne kunstvoll mit der Motorsäge. (Bild Ueli Christoffel/SRF)

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