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Schnittblumen: Lohnt sich ein Blumenfeld wirklich? Wird gestohlen? Was ist gefragt?

In Blumenfeldern kehrt der Herbst ein. Wir haben bei den den Produzenten nachgefragt, wie es läuft.


Publiziert: 13.10.2019 / 10:11

Draussen wird es kühler, es herbstelt und die Blumensaison neigt sich langsam dem Ende zu. An einigen Strassenrändern sieht man während des Sommers die bunten Blumenfelder, welche von den Bäuerinnen und Bauern sorgfältig gepflegt werden, damit sich viele Leute über die Blumenpracht erfreuen und sich bedienen können.

Rentabel oder nicht?

So sieht man öfters am Strassenrand Schilder mit der Aufschrift «Blumen zum selber schneiden». Einige Produzenten berichten von ihren Erfahrungen, ob sich ein Blumenfeld wirklich lohnt oder ob es eher ein Hobby ist.

Barbara und Hansruedi Hunziker vom Stoltenhof in Kirchleerau bewirtschaften auf ihrem Betrieb seit 1993 ein Blumenfeld mit Schnittblumen. Vor zehn bis fünfzehn Jahren sei das Blumenfeld viel besser gelaufen. «Die Kundschaft ist rückläufig. Wir haben das Feld noch, weil es unser Sortiment gut abrundet. Das Kaufverhalten der Kunden hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert», erklärt Barbara Hunziker. Von den Blumen könnten sie nicht annähernd leben, es brauche viel Freude dazu, sonst sei es schwierig. Auch Maria und Florian Kuhn haben ein Blumenfeld auf ihrem Sonnhaldenhof in Wohlen. «Das Blumenfeld ist ein schöner Nebenerwerb, es geht aber mehr unter Hobby. Die Freude an den Blumen ist wichtig», so Maria Kuhn. Ihr Feld liegt sehr zentral, direkt an der Strasse, was einen grossen Vorteil bringt. Das Erscheinungsbild ihres Hofes werde durch das Feld aufgewertet. Es sei schön, wenn man die blühenden Blumen sehe, viele Leute liessen sich dadurch inspirieren und halten an.

«Die meisten Leute sind ehrlich.»

Barbara Hunziker, Schnittblumenfeld-Inhaberin

Fertige Gestecke gefragt

«Sobald das Blumenfeld gut daher kommt, läuft es. Wir mähen das Gras regelmässig, damit die Kundschaft keine schmutzigen Schuhe kriegt», erklärt Maria Kuhn. Viele Leute seien einfach zu bequem geworden, selbst im Feld herumzustapfen und einen Strauss zusammenzusuchen, berichtet Barbara Hunziker. Sonnenblumen und Gladiolen, welche einen Strauss schnell und einfach nach etwas scheinen lassen, laufen immer noch sehr gut. Manche Kunden hätten einfach auch keine Zeit, um die Blumen selbst zu schneiden. «Lieber kaufen sie ein fertiges Gesteck aus dem Hofladen. Am liebsten sogar noch mit einem Topf», so Hunziker. Daher verkaufe sie im Hof-laden das ganze Jahr über fertige Gestecke oder schön ausgeschmückte Topfpflanzen. Im Sommer mit eigenen und im Winter mit zugekauften Blumen und Gräsern.

«Die Kundschaft auf unserem Blumenfeld ist rückläufig geworden.»

Barbara Hunziker, betreibt seit Jahren ein Blumenfeld in Kirchleerau

Zahlmethoden der Kunden

In immer mehr Blumenfeldern und Hofläden der Region kann man bereits mit Twint bezahlen. Diese Zahlmethode gilt als sicher, da so kein Bargeld gestohlen werden kann. Im Hofladen Stoltenhof besteht die Möglichkeit, mit Bargeld oder an einem Automat zu bezahlen. Der Automat gibt auch Wechselgeld. «Hätten wir den Automat noch nicht gehabt, hätten wir vermutlich auch Twint eingeführt. Das ist eine gute Sache», so Barbara Hunziker. Bei Familie Kuhn in Wohlen kann sowohl bar wie auch mit Twint bezahlt werden. Die Zahlmethode Twint komme bei den Kunden sehr gut an.

Wird viel gestohlen?

Gerade in der Tulpensaison merke sie schon, dass nicht alle Personen ehrlich zahlen. Weil dann alle Blumen auf dem Feld gleich viel Kosten, sei schnell festzustellen, wenn in der Kasse etwas nicht stimmt. «Es gibt immer mal wieder günstige Einkäufer. Vor allem wenn die Kasse etwas abseits steht, wie auf dem Blumen- oder Kürbisfeld. Die meisten Kunden sind jedoch ehrlich und schätzen unsere Arbeit», erzählt Barbara Hunziker. Im Blumenfeld von Familie Kuhn kann bar oder mit Twint bezahlt werden. Da sei die Kontrolle jedoch schwierig. Vor fünf Jahren haben Maria und Florian Kuhn ihre Kasse auf dem Feld einbetoniert und gut geschützt, seither wurde sie nicht mehr geräumt. «Zuvor ist es mehrmals vorgekommen, dass die ganze Kasse geleert wurde», so Maria Kuhn.

Treue Kunden schätzen es

Jene Kunden, die auf dem Feld seien und sich eigene Sträusse zusammenstellen, seien sehr vorsichtig und schätzen es, dass so schöne Blumen auf dem Feld zu finden sind. Das seien sicherlich auch nicht jene, die etwas mitgehen lassen, meint Barbara Hunziker.

«Wenn das Feld ordentlich daher kommt, dann läuft es viel besser.»

Maria Kuhn, Bäuerin aus Wohlen mäht regelmässig das Gras vor dem Feld weg.

Fazit der Nachfrage

Wer ein Blumenfeld betreibt, muss viel Freunde daran haben. Ob es sich nun lohnt oder nicht, das Erscheinungsbild des Betriebes wird mit solchen Feldern sicher bunter und fröhlicher.

 

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