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Renzo Blumenthal zum Fall Meggen: "Es ist eine Sauerei, wie wir Bauern vertrieben werden."

Bio-Bauer und Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal hat ähnliche Erfahrungen mit seinem Schweinestall gemacht, wie die Familie Hofer aus Meggen LU. Seine Lösung: Bio-Freiland-Schweine.


Publiziert: 21.06.2019 / 08:57

Im Bündner Bergdorf Vella hatte es Renzo Blumenthal mit einem  "riesigen Theater" zutun, als er 2009 seinen Viehstall zur Schweinemast umnutzen wollte. So schilderte er gegenüber dem "Blick", dass nach dem Gesuch 17 Einsprachen von Nachbaren eingingen. Irgendwann wurde es dem Ex-Misterschweiz zu viel und er entschied sich, seine Schweine fortan auf einer Wiese ausserhalb des Dorfs zu halten.

Befristetes Gesuch mit Auflagen

Trotz der zahlreichen Eisprachen wegen des erwarteten Gestanks durfte Blumenthal seinen Viehstall umnutzen. Die Bewilligung wurde allerdings auf fünf Jahre befristet und nur unter Auflagen erteilt. Nach Ablauf der Frist wurde um zwei Jahre verlängert – der Knatsch in der Nachbarschaft besserte sich aber keineswegs.

Um das Geruchs-Problem zu überprüfen, ordnete der Kanton Graubünden eine Expertise an. Im Folgenden musste der Bio-Bauer notieren, wann er welches Schweinefutter gab, während die Nachbaren parallel über die empfundenen Geruchsemissionen Buch führen. 

25'000 Franken von Blumenthal

Ein Jahr darauf forderten die Behörden das nächste Experten-Gutachten. Die Kosten dafür, satte 25'000 Franken, sollte Renzo Blumenthal berappen. An diesem Punkt gab der Bio-Bauer auf – und stellte seine Schweine ausserhalb von Vella auf eine Wiese.

Problem gelöst, Schweine glücklich

So leben Blumenthals mittlerweile 40 Schweine in Bio-Freilandhaltung. Auf der Wiese sind sie mir vier Iglus, Wassertrögen und einer Futterstation versorgt. "Dort leben die Schweine jetzt zufrieden. Und Probleme wegen des Geruchs gibts mit der Nachbarschaft seither auch nicht mehr", so Blumenthal gegenüber "Blick".

Die Folge: "Aussiedlungen"

Der Ex-Mister Schweiz ist nicht der Einzige, der als Lösung seinen Betrieb (teilweise) aus dem Siedlungsraum versetzt. Laut "Blick" ziehen ganze Höfe mittlerweile vom Dorfkern an den Siedlungsrand, werden also "ausgesiedelt". Auch der Präsident des Schweizer Bauernverbands Markus Ritter kommt zu Wort: "Wer auf dem Land leben will, muss auch mit der Landluft klarkommen", macht er seine Meinung klar.  

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Kommentare (2)
Sandra Huber am 29.06 2019 um 15:54
Ja Renzo hat es vorbildlich gelöst, auf eine intelligente Art und Weise. Zivilisiert kommunizieren, und anständig sein. Leider ist es so, dass im Fall Hofer, dessen Nachbar Wirth derart primitiv angegangen wird, über Wochen schriftlich und per Telefon massivst belästigt, beleidigt und verunglimpft. Derart derb und mies, dass ich mittlerweile so weit bin, dass es mir egal ist, wenn gewisse Bauern an den Rand gedrängt werden. Denn diese primitiven Kommentare stammen im Facebook Blickartikel, zu 2/3 von Bauern, anhand der Profile ersichtlich. Und wer möchte schon solche mittelalterlichen Menschen in der Nachbarschaft haben, ich jedenfalls nicht.
Hansueli Bärtschi am 23.06 2019 um 15:06
Renzo lebt im Bündnerland. dort gibts im Winter immer noch ordentlich Schnee. Kalt wird es auch. Mich nimmt wunder, wie er mit zugefrorenen Tränken und Elektrozäunen im Schnee umgeht.
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