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Raps-Untersaaten reduzieren Schäden durch Erdflöhe

Egal mit welchen Begleitpflanzen Raps auf dem Feld wächst, Mischungen reduzieren Schäden durch adulte Erdflöhe in der Kultur.


Erdflöhe sind bedeutende Schädlinge im Rapsanbau. Früher wurde das Saatgut daher gegen diese Insekten mit Neonicotinoiden gebeizt, die aber seit 2018 in der Schweiz verboten sind. Stattdessen kommen heute Pyrethroiden zum Einsatz, die einzigen hierzulande noch zugelassenen Produkte gegen Erdflöhe. Im europäischen Raum treten allerdings bereits erste Resistenzen auf – neue Ansätze sind daher gesucht.

Verwirrte Erdflöhe richten weniger Schaden an

Unabhängig davon, welche Begleitpflanzen als Untersaaten im Raps getestet wurden, die Forschenden der Agroscope in Changins VD konnten zeigen, dass in Mischungen deutlich weniger Rapspflanzen von ausgewachsenen Erdflöhen befallen wurden. Statt rund 70 Prozent waren mit Untersaaten etwa 40 bis 50 Prozent der Kultur beschädigt. 

Diverse Begleitpflanzen getestet

In der Studie wurden zwei verschiedene Mischungen mit Begleitpflanzen für die Raps-Untersaat getestet:

  1. Alexandrinerklee und Ramtillkraut
  2. Alexandrinerklee, Ramtillkraut, Buchweizen, Linse, Wicke, Platterbse und Ackerbohne

Gemäss Agroscope könnte das daran liegen, dass die Schädlinge durch den Geruch oder auch visuell von den Untersaaten verwirrt werden und so ihre Wirtspflanzen (den Raps) weniger einfach finden konnten.

Keine Besserung bei Schäden durch Larven

Der Ansatz mit Untersaaten zeigte keine Wirkung beim Befall durch Erdfloh-Larven. Sie überwintern im Inneren der Stängel, können grosse Ernteverluste verursachen – und bleiben offenbar von verwirrenden Begleitpflanzen in der Kultur unbeeindruckt.

Larven mit frostunempfindlichen Pflanzen ablenken

Es sind neue Versuche geplant, bei denen geprüft werden soll, ob frostharte Untersaaten wie Gelbsenf, Rettich oder Rübsen gegen die Larven des Erdflohs im Raps helfen könnten. Die Idee dabei ist, dass diese Kreuzblütler mit ihrem hohen Gehalt an Senfölglycosiden die Insekten vom Raps ablenken könnten. 

Da Gelbsenf, Rettich, Rübsen tiefe Temperaturen überstehen, würde ihr Verwirrungseffekt auf dem Feld bis Ende Jahr aufrechterhalten und dadurch möglicherweise die Anzahl Larven, die sich im Stängel von Rapspflanzen einnisten, reduziert werden.

Blühstreifen und Ackerbohnen sollen geprüft werden

Weiter schlagen die Autoren der Studie vor, die Wirkung von Blühstreifen und der Ackerbohne zu untersuchen. Diese Begleitpflanzen sollen Nützlinge fördern, die Erdflöhe als Käfer oder Larven fressen oder sie parasitieren. 

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

 

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