Hof- und Recyclingdünger sollen importierte Mineraldünger ersetzen. Daran arbeiten der Bauernverband Aargau, Biomasse Suisse, Kompostforum Schweiz, IP-Suisse, Ökostrom Schweiz und Suisseporcs gemeinsam in einem Ressourcenprojekt. Es beinhaltet mehrere Teilprojekte, namentlich die Herstellung neuer Düngeprodukte aus Biomasseanlagen, den Aufbau eines Pilotlehrgangs für Stickstoff-Coaches und die Begleitung von 25 Landwirtschaftsbetrieben in der Praxis.

Dünger optimal einsetzen

In einer Mitteilung erläutert die Trägerschaft, was es mit den Stickstoff-Coaches auf sich hat. So werden den Teilnehmenden dieser Ausbildung praktisch und theoretisch die wesentlichen Einflüsse auf das Stickstoffmanagement eines Landwirtschaftsbetriebs vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt sei dabei die Anwendung und der optimale Einsatz von aufbereiteten Hof- und Recyclingdüngern. «Ausserdem werden die Teilnehmenden ins Coaching von Landwirt(innen) eingeführt», heisst es weiter. Der Lehrgang wende sich an Praktiker(innen) sowie Beratungspersonen mit Berufserfahrung.

Die fertigen Stickstoff-Coaches begleiten sodann einen der erwähnten 25 Pilotbetriebe im Ressourcenprojekt beim Umsetzen der ambitionierten Projektziele: Die Stickstoff-Nutzungseffizienz von Hof- und Recyclingdüngern um mindestens fünf Prozent zu steigern, den betrieblichen Stickstoff-Saldoüberschuss pro Hektare düngbare Fläche um mindestens zehn Prozent zu senken und mindestens 30 Prozent weniger Mineraldünger einzusetzen. Das Ressourcenprojekt dauert von 2025 bis 2030, das Wirkungsmonitoring werde bis 2032 weitergeführt.

Bis Ende September anmelden
Die Ausbildung zum Stickstoff-Coach gibt es auf Deutsch und Französisch. Sie umfasst 2,5 Kurstage, einen Online-Austausch und 3–6 Tage Selbststudium. Gestartet wird gemäss Mitteilung im November 2026, Anmeldeschluss ist der 30. September.

Weitere Informationen und Anmeldung: www.mineralduenger-ersetzen.ch/ausbildung_stickstoff-coach