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Mit diesen 5 Tipps überleben Bienen das Mähen

In einem Merkblatt zeigt der Bienengesundheitsdienst, wie die wertvollen Bestäuber bei der der Heuernte geschont werden können.


Honig- und Wildbienen oder andere Insekten sind wertvolle Mitarbeiter eines jeden Landwirts, Garten- oder Balkonbesitzers. Denn mit der Bestäubung vieler Pflanzenarten leisten sie einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität und für gute Erträge.

Bis zu drei Völker pro Hektare sterben

Für Bienen und andere Insekten oder Spinnen sind Mähaufbereiter und auch Mulchgeräte tödlich. Im Extremfall können gemäss dem Bienengesundheitsdienst Apiservice bis zu 90'000 Honigbienen pro Hektare in solchen Maschinen getötet werden. Das entspricht etwa drei Bienenvölkern. 

Obwohl Mähaufbereiter dank rascher getrocknetem Gras und damit nährstoffreicherem Futter gute Dienste leisten, wird daher in gewissen Fällen von deren Einsatz abgeraten.

1. Extensive Blumenwiesen nicht mit Aufbereiter mähen

Es mache sowieso wegen des späten Schnitttermins keinen Sinn, eine Ökowiese mit einem Aufbereiter zu mähen. Zudem sind solche Biodiversitätsförderflächen als Lebensraum für Insekten und andere Kleintiere gedacht und deren Verluste wären daher besonders gross.

Aufruf von der Imkerin

Der Berner Bauernverband hat zu diesem Thema ein Video mit Isabelle Bandi von der Fachstelle Bienen des Kantons Bern veröffentlicht:

2. Wiese mit Löwenzahn erst mähen, wenn dieser verblüht ist

Dies wird laut Apiservice in vielen Regionen bereits so umgesetzt. Verblühter Löwenzahn trete meist dann auf, wenn die Gräser kurz vor dem Rispenschieben sind und damit der richtige Schnittzeitpunkt für guten Futterwert und Ertrag erreicht ist.

3. Vorsicht in Wiesen mit viel Weissklee

Weisklee wächst meist in intensiven Futterbau-Flächen, wo Mähaufbereiter Sinn machen. Die weisse Blume wächst aber nicht hoch, Blütenbesucher werden daher von der Maschine voll erfasst und mit hoher Wahrscheinlichkeit getötet. 

Trotzdem kann man die Verluste laut Apiservice «stark minimieren», indem man folgende Punkte beachtet:

  • Auf den Aufbereiter verzichten, wenn mehr als eine Biene pro zwei Quadratmeter zu sehen ist
  • Am frühen Morgen oder abends mähen. Dann sind die Bienen nicht aktiv.
  • Beobachten: Wenn Bienen eine Wiese tagsüber nicht anfliegen (z.B. weil der Weissklee an heissen Nachmittagen keinen Nektar abgibt oder das Wetter den Bienenflug verhindert), kann man auch tagsüber eine Weisklee-Wiese mähen.

4. Grundsätzlich schonende Mähtechnik verwenden

Messerbalken sind laut Apiservice das schonendste Arbeitsgerät. Damit könne man auch Wiesen mit Bienen darin bedenkenlos mähen. Dasselbe gelte für ein Scheibenmähwerk ohne Aufbereiter.

5. Keine Bestände mit Bienen darin mulchen

Mulchgeräte richten etwa gleichviel Schaden bei Bienen an, wie ein Mähaufbereiter. Daher solle man beim Einsatz von Mulchgeräten dieselben Punkte beachten wie, wie beim Mähen von Weissklee-Beständen.

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