Der Kartoffelroder «Keiler» erhält einige wichtige Neuerungen

Der «Keiler 2 Doubleselect» von Ropa soll fortan auch bei besonders schwierigen Bodenverhältnissen schonend und sauber ernten.

Kartoffeln sind eine wichtige, aber auch anspruchsvolle Kultur. Während früher jeder Landwirt noch einen Flecken mit den nahrhaften Knollen bestellte, ist die Kartoffel in den letzten Jahrzehnten zunehmend zu einer «Profikultur» geworden.

Auch die Ernte ist kein Kinderspiel. Zum Glück gehört aber das arbeitsintensive Graben von Hand längst der Vergangenheit an. Pünktlich zur Kartoffelsaison hat der deutsche Fahrzeug- und Maschinenbauer Ropa nun seinen Kartoffelroder «Keiler 2» überarbeitet und hat der Maschine ein paar Neuerungen verpasst.

Der Kartoffelroder «Keiler» erhält einige wichtige Neuerungen
Das Ziel der Überarbeitungen ist zum einen eine schonendere Ernte und zum anderen eine Einspar-Möglichkeit beim Personal.

Die grosse, gelbe Wildsau auf dem Kartoffelacker

Ein Keiler ist ein männliches Wildschwein – ein passender Name also für eine Maschine, die über den Acker fährt und dabei mit grossem «Hunger» Erdäpfel aufnimmt. Die «Keiler»-Modelle von Ropa sind 2015 im Rahmen der Agritechnica erstmals als Serienmodelle präsentiert worden. Zwei Varianten sind verfügbar, der einreihige «Keiler 1» und der zweireihige «Keiler 2».

Die mächtigen gelben Maschinen, die an einen Traktor angehängt werden, punkten mit verschiedenen technischen Detaillösungen wie etwa dem vollhydraulischen Antrieb. Dieser bietet die Möglichkeit zur automatischen Drehzahlregelung aller Reinigungseinheiten. So können die Reinigungselemente unabhängig von der Motorendrehzahl individuell geregelt und mit optimaler Geschwindigkeit betrieben werden.

Wegen des vollhydraulischen Antriebs sollen die «Keiler»-Modelle sehr vibrationsarm und dadurch auch deutlich leiser laufen. Und weil sich die Möglichkeit bietet, die Motorendrehzahl zu reduzieren, soll beim Betrieb auch weniger Kraftstoff benötigt werden.

Ein neues Fingerkamm-Element und noch mehr Flexibilität

Ropa erweitert nun sein Produktportfolio und stellt im Rahmen des «Kartoffeltages Weuthen» und der «Potatoeurope 2023» den «Keiler 2 Doubleselect» vor. Dank verschiedener Neuerungen soll die Maschine gemäss einer aktuellen Mitteilung des Herstellers eine bessere Trennleistung bei klutigen und steinigen Bodenverhältnissen erzielen.

Sie verfügt über einen zusätzlichen dreifachen umlaufenden Fingerkamm am zweiten Igelband mit einer separaten Beimengenspur und zusätzlich einschiebbarem Verlesestand neben dem dritten Igelband.

Der Kartoffelroder «Keiler» erhält einige wichtige Neuerungen
Neben dem dritten Igelband lässt sich beim «Keiler 2 Doubleselect» ein zusätzlicher Verlesestand einschieben.

Die Höhe und die Winkel dieser neuen Fingerkamm-Baugruppe lassen sich getrennt verstellen, ebenso die Drehzahl der doppelten und einfachen umlaufenden Fingerkämme. Jede der umlaufenden Fingerkamm-Einheiten kann indes alternativ auch mit umlaufenden Bürsten bestückt werden.

Das Ziel ist eine sauberere Ernte

Weil Steine und Erdkluten im Gutstrom durch die neue Technik früher abgetrennt werden, würden Beschädigungen der Kartoffeln im weiteren Verlauf des Ernteprozesses deutlich reduziert, schreibt Ropa. So würden die Kartoffeln insgesamt schonender geerntet. Daneben rechnet der Hersteller dank der mechanischen Trennleistung auch mit einer deutlichen Erhöhung der Rodegeschwindigkeit sowie mit einer Reduktion des benötigten Personals.

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