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Mit dem Fütterungsband kann Platz, Zeit und Arbeit gespart werden

Für Hygiene auf dem Futtertisch kann die Bandfütterung ihren Teil beitragen. Ausserdem braucht diese Art der automatisierten Fütterung weniger Platz und macht weniger Arbeit.

Laut einer Studie von Agroscope beansprucht die Fütterung zirka 25 Prozent des gesamten Arbeitszeitbedarfs. Mit einer automatisierten Fütterung kann man diese Zeit verringern. Die Ziele dabei sind folgende:

  • Bedarfsgerechte Fütterung für alle Tiergruppen
  • Arbeitszeiteinsparung
  • Arbeitserleichterung
  • Erhöhte Arbeitsflexibilität
  • Halten/Verbessern der Futterhygiene
  • Wirtschaftliche Produktion

Möglichkeiten für die Automatisierung sind Futterwagen, schienengeführt oder selbstfahrend, oder Grundfutterabrufstationen. Eine weitere Möglichkeit, Arbeitszeit einzusparen, ist die Anschaffung eines Fütterungsbandes. Dies spart nebst Zeit und Arbeit auch Platz. Einer der Gründe, warum Christian Kündig auf das Futterband aufmerksam wurde. Er hat einen Milchviehbetrieb in Ibach und entschied sich beim Umbau des Anbindestalls in einen Laufstall für ein solches. «Ich wollte die gedeckte Güllegrube draussen als Auslauf und als Fressplatz nutzen. Da die Fressplatztiefe gesetzlich vorgeschrieben ist, wäre es mit einem Futtertenn nicht aufgegangen», erklärt er.

Achtung schweres Gras

Das 1,6 Meter breite Futterband erweist nun seit ungefähr zwei Jahren seinen Dienst im Stall für die 50 Milchkühe. Auf seinem Betrieb produziert er Wiesenmilch und füttert Heu und grast ein. Auch die Arbeitserleichterung, die es bietet, schätzt Christian Kündig. «Die Kühe können so auf beiden Seiten fressen und ich muss das Futter nicht von Hand zuschieben. Das ist eine grosse Arbeitserleichterung, vor allem beim schweren Gras, und war ein Hauptgrund für die Anschaffung.»

Weniger körperliche Arbeit

Ein weiterer Vorteil der Fütterung mit einem Band ist, dass je nach System die Tiere in Gruppen eingeteilt werden können und für jede Gruppe die Fütterung bedarfsgerecht auf dieTiere angepasst werden kann. Für Christian Kündig war das aber nicht ausschlaggebend: «Ich muss nicht unbedingt die Milchleistung durchs Futter extrem optimieren, sonst hätte ich einen Futtermischwagen. Bei mir stand die Verringerung der körperlichen Belastung im Vordergrund», sagt er.

Bei der Fütterung wird das Band zunächst zurückgefahren. «Was drauf ist, also die Reste, nehm ich mit dem Besen oder der Schaufel weg, und schon ist es sauber», erklärt Kündig das Vorgehen. Das Fütterungsband reicht etwa einen Meter weiter nach vorne als das Fressgitter.

Für das Eingrasen hat er einen Dosierladewagen mit einem Querförderband, wie er erklärt. Bei der Fütterung fährt er mit dem Ladewagen hin und lässt ihn mit dem Band zusammen gleichzeitig laufen.

Flexible Arbeitseinteilung

Für die Fütterung mit Heu benutzt Kündig ein Dosiergerät, das sich einen Stock weiter oben befindet. «Die Erleichterung ist, dass ich das Heu vorher parat machen kann und nicht jedesmal auf den Heukran hinauf gehen muss.» Es reiche, wenn er das Dosiergerät einmal am Tag beschicke, sagt er. Wenn das Dosier-gerät eingeschaltet wird, gelangt das Heu über eine Rutsche hinunter aufs Futterband und fährt darauf nach vorne zu den Kühen. «Sogar mein dreijähriger Sohn kann das Dosiergerät schon anschalten», sagt er und lacht.

Individuelle Anpassung

Fütterungsbänder sind in verschiedenen Ausführungen und für Ställe verschiedener Tiergattungen erhältlich, zum Beispiel auch für Ziegenställe. Auf dem Markt sind auch Fütterungsbänder mit sogenannten Pflügen, die das Futter entweder auf die eine oder andere Seite abgeben können. So ist die schon erwähnte Einteilung der Tiere in Gruppen möglich. Meist können die Bänder sowohl in bestehende Gebäude eingebaut wie auch bei einem Umbau installiert werden, da sie meist individuell anpassbar sind.

Langlebigkeit wichtig

Auf dem Betrieb von Christian Kündig ist ein relativ einfaches Futterband installiert, das es in dieser Ausführung schon lange gibt. Auf beiden Seiten befindet sich eine Winde, die von einem Elektromotor angetrieben wird. Auf der einen Seite befindet sich ein stärkerer Motor, der das Band mit dem Futter nach hinten zu den Fressgittern zieht. «Langlebigkeit war mir wichtig beim Kauf. Ausserdem wollte ich etwas, das man schnell reparieren kann oder wo nicht viel kaputt gehen kann», erklärt er. Für ihn ist klar: «Für mich hat sich das Futterband bewährt.»

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