Die ein oder anderen kennen es sicher: Nach dem Güllefahren hinterlässt man ab und an einen Haufen Schmutz auf der Strasse. Wie bringt man den am besten weg? Man könnte sich einen Rotorbesen für den Traktor anschaffen, doch die Kosten sind hoch und das ständige An- und Abkuppeln der Hydraulik zu mühsam.
Wischmaschine aus Strassenbesen
Dies dachte sich auch Marcus Schering aus dem deutschen Petershagen in Nordrhein-Westfalen. Er ist nebenberuflich bei einem Landwirt angestellt und arbeitet hauptberuflich als Metallbauer für Konstruktionstechnik. Seine Kenntnisse machte er sich zunutze: Vor etwa einem Jahr baute er sich eine eigene «Wischmaschine» aus 24 normalen Strassenbesen. «Blockbesen sind zu teuer, vor allem wenn man sie ersetzen muss», weiss Schering.
Die Besen – sechs nebeneinander und jeweils in vier Reihen – sind an einer 6 mm Stahlkonstruktion und Euroaufnahme befestigt. «So muss ich nicht von meinem Trecker absteigen, um sie an den Frontlader auf- und anzuhängen», sagt der ambitionierte Tüftler. Die 1,8 m breite Konstruktion kann 45° nach links und rechts schwenken, um den Dreck auf die Seite zu wischen.
Je langsamer desto effizienter
Die Geschwindigkeit sollte man an die Strassenverhältnisse anpassen. «Ich bin schon mal 20 km/h gefahren. Aber je langsamer man fährt, desto weniger Druck wird ausgeübt und desto leichter lässt sich der Dreck von der Seite wegwischen.» Für Material und Arbeitszeit hat Marcus Schering etwa 700 Euro (rund 770 Franken) investiert. Demnächst möchte er eine Schürfleiste nachrüsten, damit sich die Borsten auf unebenen Strassen nicht so schnell abnutzen.

