Innehalten, mit dem Ziel, den Sinn der Lebenstreppe zu erfahren. Das konnten die 60 Bäuerinnen und ein Bauer im Kloster Baldegg im Kanton Luzern im Rahmen des «Tags der Kraftquelle». Dieser wurde von Astrid Murpf und Elisabeth Rüttimann von der Kommission Bäuerinnen des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes (LBV) organisiert.
Die Treppe des Lebens
Schwester Katja stellt den Anwesenden den Skulpturenweg rund um das Kloster Baldegg vor. Die sogenannte «Lebenstreppe» besteht aus sieben Lebensetappen mit zehn lebensgrossen Bronzeskulpturen.
Die Skulpturen wurden anschliessend in Gruppen aufgeteilt betrachtet – jede Gruppe eine Skulptur – und jede und jeder konnte sich ein paar Fragen dazu stellen. Die daraus resultierenden Gedanken wurden in den Gruppen geteilt und ausgetauscht. Wie nehmen die anderen die Skulptur wahr? Zurück im Saal gab Schwester Katja weitere Impulse zum Thema Kraftquellen. Sie tat dies mit viel Empathie und Beispielen zur Landwirtschaft, um die Treppe des Lebens zu erklären. Mit den Skulpturen als Gedächtnisstütze wurde in Gruppen diskutiert, was bewegt, berührt, ermuntert, hemmt, Leichtigkeit gibt und Zufriedenheit spendet. Ob Gedanken an die Kinderzeit oder Erwartungen und Hoffnungen zum Altern. Alles hatte Platz, genauso, wie jede Person ihre eigenen Kraftrituale besitzt.
Kraftquellen sind vielfältig
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Klosterrestaurant präsentierte Schwester Katja den Anwesenden in Bildern das Kloster Baldegg und die Klosterherberge und erläuterte, welche Angebote in Form von Aufenthalten, Auszeiten und Veranstaltungen bestehen. Auch gab sie preis, welche Kraftquellen die Baldegger Schwestern durchs Leben begleiten. Gemeinschaft, tägliche Routine, Struktur, Gebet und Natur gehören dazu. Nach Kaffee und Kuchen und einem ebenso nährenden Austausch unter Gleichgesinnten, näherte man sich dem individuellen Abschluss mit dem Besuch des Klostergartens oder des Klosterladens.