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Die Landfrauen-Präsidentinnen sind Heldinnen

Die Vereinsverantwortlichen haben sich mit Blick in die Zukunft ausgetauscht, um gemeinsam weiterhin viel für die Gesellschaft leisten zu können.

«Wir wünschen uns vom VBL für die Zukunft, dass es die Anlaufplattform von Frauen für Frauen ist» war eine von vielen Kernaussagen in der Diskussionsrunde an der Präsidentinnen-Konferenz des Verbandes bernischer Landfrauenvereine VBL. Zudem gab es spannende Informationen. Die Nutzerstrategie des Inforama, das Bildungsjahr Hauswirtschaft, das Projekt Au-pair, Kurs- und soziale Angebote, Landfrauenreisen und Mitgliederbeitrag waren die Hauptthemen.

Online-News ersetzen den persönlichen Kontakt nicht

VBL-Präsidentin Barbara Kunz begrüsste die Vereinsverantwortlichen Landfrauen am Inforama Rütti im bernischen Zollikofen. «Sich persönlich auszutauschen und zu sehen ist so wertvoll, obwohl die News immer auf unserer Homepage zu finden sind», sagte Barbara Kunz. Sie war sich bewusst, einen Saal voller Frauen mit vielen Kompetenzen und Ideen zu haben. Es waren die Spitzenköpfe der regionalen Vereine. «Dir chöit ohni üs, aber mir nid ohni öich. Mir wette zäme witergah», stellte Barbara Kunz deutlich fest.

Die Landfrauen-Präsidentinnen sind Heldinnen
Barbara Kunz ist die Präsidentin des VBL. Der direkte Austausch sei wichtiger, als die News nur online zu erhalten, ist sie überzeugt.

Landfrauen direkt ansprechen

Auf Wunsch der Vereinsverantwortlichen stand die Präsidentinnen-Konferenz 2023 im Zeichen des persönlichen Austauschs. In Kleingruppen wurde über drei Fragen intensiv diskutiert. Dies waren: Welche Angebote interessieren im Verein? Wie Vorstandsmitglieder und Vereinsmitglieder rekrutieren und motivieren? Was wünschen wir uns vom VBL für die Zukunft? Vielfältig waren die Rückmeldungen aus den Gruppen. Wurden in den 1930er Jahren die Landfrauenvereine einst zur Aus- und Weiterbildung der Frauen auf dem Land gegründet, funktioniert das Kurswesen heutzutage teilweise sehr gut, oder überhaupt nicht mehr. Einen Kurs als gemeinsames Erlebnis auszuschreiben, hat sich bewährt. Kochkurse oder Podiumsdiskussionen gibt es noch vielerorts. Kinder- und Männer ins Vereinsleben einzubeziehen, hat sich auch schon bewährt. Gesellschaftliche Anlässe und Stunden, um im Verein Kraft zu tanken, finden Anklang.

Die Landfrauen-Präsidentinnen sind Heldinnen
Bei den Landfrauen geht es meist nicht nur «bierernst» zu und her.

Junge, berufstätige Frauen mit einbeziehen

Frauen direkt anzusprechen ist wohl das «Ei des Kolumbus». Sei dies zur Mithilfe bei diversen Anlässen und Aktivitäten oder zur Mitarbeit im Vorstand. «Sie sollen das machen, was sie gerne tun und in zeitlich begrenzten Einsätzen. So macht es den Frauen auch Spass», wurde in einer Runde deutlich. Kreativität ist gefragt bei der Einbindung von berufstätigen Frauen im Verein. Ebenso ist es wichtig jungen Landfrauen einen Platz zu schaffen und offen sein für neue Ideen. Das in manchen Köpfen der Gesellschaft verstaubte Image von Landfrauenvereinen muss beseitigt werden, und dies ist mit aktiven Frauen vom Land möglich. Mit der Aussage: «Du chasch o zu de Landfroue we de nüt chasch», wurde deutlich, dass das Mitmachen bei den Frauen vom Land unter vielem anderen nicht abhängig von Backen, Stricken, oder dem Tragen der Tracht ist.

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Der Anlass ist so gut besucht, dass sich eine Gruppe gar in den Vorraum zur Diskussion zurückzieht.

Von Frauen für Frauen

Vom VBL erwarten die Ortsvereine eine Stelle, wo Ansprechpersonen zu finden sind. Dank der neuen Technik und direkten Mails an die Geschäftsstelle ist dies unkompliziert möglich. Geschätzt wird die Unterstützung in Rechtsfragen oder das Angebot von Kursen, die für Vereine nicht durchführbar sind. Gewünscht wurde ebenso, dass sich der VBL für die politischen Anliegen der Landfrauen einsetzt. Die Vor- und Nachteile über die Durchführung der Delegiertenversammlung am Nachmittag oder am Abend wurden diskutiert. Für die VBL Verantwortlichen ist es wichtig, dass die Anliegen und der Austausch von unten nach oben kommen. Der bernische Verband kann nur funktionieren, wenn die Basis mithilft. Das Motto «von Frauen für Frauen» ist das zentrale Schlüsselwort, um das «Landfrauenschiff» weiterhin erfolgreich in «guten Gewässern» zu steuern.

Viele Angebote für aktive, engagierte Landfrauen

Über die Tätigkeiten im VBL und den Fachkommissionen orientierten Barbara Kunz und die Präsidentinnen der Fachkommissionen. Auf die Aktualität der Homepage wird ein grosses Augenmerk gelegt. Der Kochkurs «Greentopf -Vegetarisch, vegan, vielseitig» wird am 2. März 2024 in der Schulküche Münsingen organisiert. Am 14. März 2024 findet am Inforama Rütti der Kurs «Vereinsführung: Ehrenamtlich und professionell» statt. Der Landfrauentag wird am 11. und 20. Juni 2024 zum Thema «Schweizer Bio-Tofu» im Berner Mitteland organisiert. Die VBL-Reisen führen im nächsten Jahr vom 19. bis 21. April in die Bündner Herrschaft und ins Appenzellerland, sowie vom 4. bis 10. Mai auf die schönsten Inseln in der Nordsee. Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen stehen am Vortrag vom 1. Oktober 2024 im Mittelpunkt.

Die Landfrauen-Präsidentinnen sind Heldinnen
Was wünscht sich die Basis von der Leitung des Kantonalverbandes. VBL-Präsidentin Barbara Kunz (Mitte) hört ganz genau zu.

Freie Plätze für das Bildungsjahr Hauswirtschaft

Das «Bildungsjahr Hauswirtschaft», startete mit 15 jungen Frauen als Auszubildende im August. Was sie erleben, ist auf dem Blog zu lesen. Für 2024/ 2025 hat es noch freie Plätze. Barbara Kunz orientierte über die finanziellen Kosten des Zwischenjahres. Das VBL-Projekt «Au-Pair Jahr im Kanton Bern» für junge Menschen aus der Romandie braucht noch etwas «Anschub». Informationen gab es ebenfalls zum Verbands- und Vereinsrecht, sowie zu den Mitgliederbeiträgen.

Der wichtige Beitrag in der Gesellschaft

Mit bestem Dank verabschiedete VBL Vizepräsidentin Barbara Lüthi die aktiven, engagierten Präsidentinnen und Vereinsverantwortlichen. «Es war ein toller Abend und der Austausch ist mega bereichernd» stellte Barbara Lüthi fest. Es wurde deutlich, dass Landfrauen-Präsidentinnen, aber auch die Vorstandfrauen, wahre Heldinnen sind und viel zum guten Leben in der Gesellschaft beitragen.

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