Für viele Bauernhöfe in der Schweiz ist er ein verlässliches Standbein. 100 Millionen Franken – so wird in Studien hochgerechnet – werden insgesamt pro Jahr im Agrotourismus verdient. Für eine Bauernfamilie können das zwischen 50'000 und 53'000 Franken sein. Die Palette agrotouristischer Angebote ist gross und wird immer weiter ausgebaut.

Dazu gehören Einzel-, Familien- und Gruppenunterbringungen in Ferienwohnung, Ferienhäusern oder auf Campingplätzen. Neben konventionellen Urlaubern, die zwei oder mehrere Wochen Ferien auf dem Bauernhof buchen, gibt es auch die «Nomadisierenden».

Das sind Biker, Wanderer und Kanuten, die auf Bed&Breakfast ausgerichtet sind oder die «Naturmenschen», die Schlafen im Stroh bevorzugen, unter freiem Himmel übernachten oder wie Tarzan in einem Baumhaus oben in den Gipfeln schlafen. Agrotourismus bietet den spontan auf dem Hof mitarbeitenden Gästen authentische Einblicke ins Bauernleben und in die Tierwelt. Erlebnishöfe mit diversen Aktivitäten, die zielpublikumsorientiert sind, sorgen für bleibende Eindrücke.

Höhenflug in den Pandemiejahren

Der Verein Agrotourismus Schweiz ist die grösste Organisation, die den Bauernhof als Feriendomizil anbietet. Sie hat aktuell 212 Mitglieder, die Urlaubsuchende in Ferienwohnungen, Alphütten, Gästezimmern, in Campingunterkünften und auf Stellplätzen beherbergen. «Während den beiden Pandemiejahren ging auf unseren Höfen die Post ab», sagt Agrotourismus-Geschäftsführer Andreas Allenspach. Die Bilanz 2021: 162'479 Logiernächte und ein Umsatz von 4,8 Millionen Franken. Mit 19 Prozent Zuwachs war das Jahr im Vergleich zu 2020 das absolute Rekordjahr. Der Umsatz dürfte sogar noch etwas höher liegen, weil die meisten Gäste direkt bei den Anbietern buchen. 

Warum dieser Boom vor allem im vergangenen Jahr? «Viele Schweizer Familien, die gewohnt waren im Ausland Urlaub zu machen, mussten wegen der Corona-Massnahmen zu Hause bleiben und haben deshalb ihre Ferien auf dem Bauernhof gebucht», resümiert Andreas Allenspach. Die anderen Touristiksparten darbten in den Pandemiejahren. Die «Zwangsferien» daheim aber haben Agrotourismus Schweiz sogar neue Kundschaft erschlossen. Viele kamen bei der Ersatz-Destination Bauernhof so richtig auf Feriengeschmack.

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Wieder mehr ausländische Touristen

Die Buchungen von Januar bis März 2022 sind leicht rückläufig gewesen, weil sich das Reisen ins Ausland wieder weitgehend normalisiert hat und so ein Teil der einheimischen Touristen weggeblieben ist. «Dafür reisen gegenwärtig wieder mehr ausländische Gäste an, die in den beiden Vorjahren wegen der Pandemie nicht mehr kamen», stellt der Geschäftsführer von Agrotourismus Schweiz fest.

«Das wirkt bei den Buchungen kompensierend. Zudem werden dieses Jahr auch wieder Gruppenunterkünfte und Angebote für Schlafen im Stroh geordert. In den Pandemiejahren waren diese Segmente völlig eingebrochen. Schul- und Vereinsreisen fanden nicht mehr statt.»

Insgesamt seien im Agrotourismus aber keine gravierenden Einbrüche zu verzeichnen, meint Andreas Allenspach. «Wir gehen jedoch davon aus, dass im kommenden Herbst die Buchungen etwas stärker zurückgehen als in den ersten drei Monaten im laufenden Jahr. Viele Leute befürchten nämlich erneute Lockdowns.»

Ein Trend geht viral unter Städtern

Andreas Allenspach umschreibt den Erfolg so: Die urbane Bevölkerung finde vermehrt Gefallen an ruralen Ferien- und Freizeitangeboten. Neben Familien seien daran auch immer mehr Paare, Singles bis hin zu gestressten Managern und Managerinnen interessiert. Denn der Bauernhof biete Zugang zur Natur und animiere zu einer natürlicheren Lebenshaltung.

Raus aus der städtischen Sterilität und die Natur spüren. Der Tag beginne bei den Bauern mit dem ersten Hahnenschrei und vermittle dem Gast – durch einen spontanen Arbeitseinsatz auf dem Hof – neue Lebenserfahrungen. Kein Handy, kein Computerbildschirm, welche den Tagesablauf beherrschten. Und am Abend gehe der Gast müde, aber zufrieden zu Bett. Das seien die Trümpfe von Ferien auf dem Bauernhof. Hinzu komme der hohe Erlebniswert. Vor allem für Kinder. Bei ihnen würden alle Sinne angesprochen. Es laufe immer etwas. Den ganzen Tag über sei für Unterhaltung gesorgt. Am Abend gingen auch die Kinder müde, aber zufrieden zu Bett.

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Der plötzliche Boom

Stiess der Agrotourismus durch die plötzlich boomende Nachfrage an Grenzen? Es habe sicher einige Anbieter gegeben, die sehr gefordert worden seien, meint Andreas Allenspach. Er verweist auf das Campieren. Auf den Bauernhöfen habe es eine starke Nachfrage für Möglichkeiten zum Campieren gegeben. Die offiziellen Campingplätze waren alle heillos überfüllt.

Eine Frauendomäne

Für den Agrotourismus sind vor allem Bäuerinnen tätig. «Dadurch müssen sie nicht auswärts arbeiten gehen, sondern können sich eine Erwerbsmöglichkeit zu Hause erschliessen», sagt der Geschäftsführer von Agrotourismus Schweiz. «Damit generieren die Frauen allein mit dem Übernachtungs-Geschäft bis zu 30 Prozent des Umsatzes auf dem bäuerlichen Hof. Und mit dem Betreiben einer Hof-Beiz werden etwa 20 Prozent an den Umsatz des Hofes beigesteuert. Laut einer Studie von Agridea bietet der Agrotourismus die besten Möglichkeiten bei der Diversifizierung des Hofbetriebs.»

Bringt der Erfolg neue Anbieter im Agrotourismus?

Durch Hof-Aufgaben, Pensionierungen und Generationenwechsel fielen beim Agrotourismus immer wieder Betriebe weg, meint Andreas Allenspach. Dafür kämen aber auch wieder Neu-Anbieter hinzu. «Das gleicht sich so ziemlich aus. Letztlich kann Agrotourismus nur ein Hof anbieten, der im Haupterwerb – also zu über 50 Prozent – Landwirtschaft betreibt. Sonst könnten ja Investoren einfach einen Hof kaufen und beispielsweise für den Tourismus ein paar Kühe in die Wiese stellen. Hobby-Landwirtschaft hat aber im Agrotourismus keine Berechtigung und auch keine Chance», sagt Andreas Allenspach über die Agrotourismus-Szene.

Durch die Raumplanung eingeschränkt

Für Neu-Einsteiger in den Agrotourismus oder solche die es werden möchten ist das Raumplanungsgesetz schweisstreibend. Bei ihren Plänen und deren Umsetzung werden sie stark eingeschränkt. «Die Rechtsprechung ist diesbezüglich sehr strikt. Es wird auf Verhinderungspolitik gemacht», sagt Andreas Allenspach. Agrotourismus Schweiz berät Neu-Einsteiger in diesem heiklen Bereich.

Vom Wellnessen und Kochen

In Deutschland und Österreich wird über den Agrotourismus auch Wellness angeboten. In der Schweiz kaum. Gibt es hier Handlungsbedarf? «Ja», meint Andreas Allenspach. «Viele Bauernhäuser haben Gärten, in denen es vielfältige Blüten und Kräuter gibt. Diese Ressourcen lassen sich für Wickel, Salben und andere natürliche Heilmittel verarbeiten. Dieser noch ungenutzte Bereich hat Zukunft. Da werden wir aktiv werden.»

Landfrauenküche und bäuerliche Rezepte stossen in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse. Auch das sind Bereiche des Agrotourismus, die aber noch ausgebaut werden können. Für Kochkurse gibt es schon einige Anbieter. In nächster Zeit werden es bestimmt mehr werden.

Von Hotspots und spezifischen Zielgruppen

Wie bei allem, das publikumswirksam ist, gibt es auch beim Agrotourismus Hotspots. Laut Andreas Allenspach sind es Familienangebote, Mithelfen auf dem Bauernhof und Reiten. Vor allem junge Mädchen und Kinder möchten bei ihren Hof-Aufenthalten gerne reiten, auf Pferden, Eseln und Maultieren. Da ist so ziemlich alles gefragt. Es gibt Höfe, die auf Reitferien und Trekking mit Reittieren spezialisiert sind.

Agrotourismus ist nicht Massentourismus: «Auch individuelle Wünsche finden Berücksichtigung. Wir wollen unsere Dienstleistungen ausbauen und auch Angebote speziell für ganz bestimmte Gesellschaftsgruppen entwickeln, beispielsweise für Frauen, für Paare und für Singles. Dafür gibt es eine grosse Nachfrage und auch Tourismus-Organisationen sind daran interessiert», sagt Andreas Allenspach.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist noch nicht ausbalanciert

«Der Agrotourismus läuft heute unter seinem Wert», klagt Andreas Allenspach. «Eine Ferienwohnung wird im Durchschnitt für 120 Franken pro Nacht vermietet. Im Agrotourismus jedoch ist der durchschnittliche Preis etwa 80 Franken. Viele Höfe unterscheiden auch nicht zwischen Haupt- und Nebensaison. Sie haben das ganze Jahr hindurch die gleichen Preise für die Logiernächte.»

Agrotourismus Schweiz habe zurzeit eine Studie am Laufen, wobei nicht die Höfe, sondern die Gäste befragt würden, welche Preise zu bezahlen sie bereit wären», sagt der Geschäftsführer von Agrotourismus Schweiz weiter. In der Regel lägen die Anbieter im Agrotourismus mit ihren Preisen weit unter der Hotellerie und Parahotellerie. «Im Gegensatz zur Hotellerie und Parahotellerie bietet der Agrotourismus einen hohen Erlebniswert. Diese Qualität wird gratis geboten. Die Führung durch den Hof hat eine Wertigkeit, die Bäuerin und der Bauer wenden dafür Zeit auf. Das ist pro Stunde 120 Franken wert.» Für die Preisgestaltung im Agrotourismus brauche es noch Entwicklungsarbeit. Die Nachfrage nach den Angeboten des Agrotourismus sei vorhanden und der Gast sei auch bereit, für die Leistungen seiner Gastgeber angemessen zu bezahlen.

Ein Nischenprodukt

«Der Agrotourismus ist ein Nischenprodukt. Er wird aber von Schweiz Tourismus stark gefördert», sagt Andreas Allenspach. Und weiter: «Wir bereichern den Tourismus in der Schweiz mit Emotionen, Geschichten und dem Angebot Back to the Nature.»

Der Agrotourismus ist stark im Bernbiet, in Graubünden, im Wallis und in der Zentralschweiz vertreten. Graubünden und das Berner Oberland bieten Ganzjahrestourismus an, im Winter in Ferienhäusern.

Gruppenunterkünfte und Schlafen im Stroh können in der ganzen Schweiz zwischen April und September gebucht werden. Diese Art von Unterbringung ist vor allem bei Bikern und Wandertouristen gefragt. Die Übernachtungen sind mit Preisen zwischen 25 und 35 Franken inklusive Frühstück sehr günstig.

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Im Hauptangebot Ferienwohnungen für Familien

«Der Verein Ferien auf dem Bauernhof Feba hat rund 100 Mitglieder», sagt Vorstandsmitglied Daniel Schneider (siehe auch Interview). Die Ferien-Bauernhöfe seien schwergewichtig in der deutschsprachigen Schweiz angesiedelt, viele im Berner Jura und einige wenige auch in der Romandie. «Angeboten werden hauptsächlich Ferienwohnungen für Familien, die sich selber verpflegen, und Ferienzimmer mit Frühstück für Paare und Einzelpersonen», führt Daniel Schneider weiter aus.

Die beiden Pandemiejahre bescherten Feba ebenfalls Höhenflüge bei der Nachfrage. Daniel Schneider sagt, dass sich die Buchungen 2021 gegenüber 2020 praktisch verdoppelt hätten. Die Feriengeniesserinnen und -geniesser auf den Bauernhöfen sind zu etwa 60 Prozent Einheimische aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz. Bei den ausländischen Feriengästen ist zur Hauptsache Deutschland vertreten, gefolgt von Frankreich.

Die Feba-Mitglieder hätten den Nachfrage-Boom ohne Probleme bewältigen können, sagt Daniel Schneider. Es seien eben nur so viele Gäste aufgenommen worden wie Platz vorhanden war. Im Gegensatz zu den deutschen und österreichischen Anbietern seien die schweizerischen durch das Raumplanungsgesetz in ihren Kapazitäten eingeschränkt.

Der Bund fördert den Agrotourismus über «Innotour»

Innotour - Innovation Tourismus ist beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO angesiedelt. Für das Investitionsprogramm von 2020 bis 2023 zur Förderung verschiedener touristischer Projekte in der Schweiz sind 30 Millionen gesprochen worden. Fabian Maienfisch, stv. Ressortleiter und Mediensprecher, sagt: «Innotour ist ein Instrument zur Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus. Innovative agrotouristische Projekte können durch Innotour unterstützt werden.

Welche Entwicklung ist im Agrotourismus zu erwarten?

«Die COVID-19-Pandemie hat den Inlandstourismus gestärkt», sagt Fabian Maienfisch. «Angebote wie Agrotourismus, Ferien auf dem Bauernhof und weitere profitieren direkt davon. Auch im Hinblick auf eine zunehmend umweltfreundliche Urlaubsgestaltung spielen die Landwirte eine Rolle, indem sie regionale Produkte und Dienstleistungen in das touristische Angebot integrieren. Wegen der COVID-19-Pandemie haben sich für den Agrotourismus somit neue Chancen ergeben, die es zu nutzen gilt. Gleichzeitig ist es aber nicht vorhersehbar, wie nachhaltig der durch die Pandemie ausgelöste Nachfrageboom sein wird.»

Wie lässt sich die derzeitige Qualität des Agrotourismus aus Sicht von Innotour bewerten: genügend, gut, sehr gut? Die derzeitige Qualität sei gut, sagt Fabian Maienfisch. Es gebe natürlich gewisse Unterschiede zwischen den einzelnen Betrieben. Im Agrotourismus – wie im Tourismus generell – sei das konstante Arbeiten und Verbessern der Qualität eine Daueraufgabe.

Funktionieren die Förder-Schwerpunkte von Innotour?

«Die Förder-Schwerpunkte von Innotour sind für den Agrotourismus wichtig», sagt Fabian Maienfisch. «Der Tourismus ist ein fragmentierter Wirtschaftssektor, weshalb bei der Bündelung von kompletten Tourismusangeboten hohe Transaktionskosten entstehen. Innovative integrierte Angebote sind nicht einfach zu realisieren, da die Innovationskosten und Renditen schwer teilbar und internalisierbar sind.» Diese Aspekte führten zu Unsicherheit und zu mangelnder Kooperation. Entsprechend habe bei Innotour die Entwicklung von überbetrieblichen Tourismusangeboten eine hohe Bedeutung.

e-Learning für Agrotouristiker

Hinter der Website www.agrotourismus-q.ch stehen verschiedene Partner aus den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus. Getragen und betrieben wird sie von der Berner Fachhochschule – Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (BFH-HAFL).

Auf der Website können sich landwirtschaftliche Betriebsleiter, die sich für ein agrotouristisches Angebot interessieren, informieren und weiterbilden. Auf der integrierten e-Learning-Plattform besteht die Möglichkeit, direkt die Nachweise für die Pflichtmodule des Gütesiegels QI des Q-Programms des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV) zu erarbeiten. Zurzeit wird an einem Re-Launch gearbeitet. Das Ziel ist, die Plattform allen interessierten Personen zur Verfügung zu stellen, und dies neu auch in einer französischen Sprachversion.

Breiter auf Stakeholder zugehen

«Im Zuge des Re-Launchs haben wir nun vor, nochmals und breiter auf die Stakeholder zuzugehen und ihre konkreten Anliegen abzufragen», sagt David Raemy von der HAFL. «Aus unserer Sicht gibt es zum Beispiel im rechtlichen Bereich noch Lücken, weil aufgrund unserer Erfahrung viele Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger unsicher sind, welche Angebote überhaupt gesetzeskonform sind – Stichworte Raumplanung, Lebensmittelsicherheit.»

In diesem Bereich könnten mit der e-Learning-Plattform in Zukunft noch konkretere Hilfestellungen angeboten werden, sagt David Raemy weiter. Die bestehenden Angebote im Bereich Agrotourismus seien in der Tat sehr vielfältig. Im Rahmen des Innotour-Projekts stünden die Bereiche Übernachtungen und Events im Vordergrund. Grundsätzlich eigne sich die Plattform jedoch für alle Angebote, weil ein wesentlicher Aspekt der Schulungsinhalte die Kundendimension sei, die allen agrotouristischen Angeboten gemeinsam wäre.

Herausfordernder Dienstleistungsaspekt

«Dieser Dienstleistungsaspekt stellt viele Landwirtschaftsbetriebe vor neue Herausforderungen, weil plötzlich Gäste auf den Hof kommen», führt David Raemy weiter aus. «Sollten aus der Stakeholder-Befragung konkrete Anliegen resultieren, können wir uns gut vorstellen, in den Bereichen Gastronomie oder Direktvermarktung neue Inhalte aufzunehmen.

Wenn das e-Learning-Angebot attraktiv bleiben soll, muss die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt und an die aktuellen Trends angepasst werden. Mit dem Re-Launch möchte die BFH-HAFL nicht nur die bisherigen Inhalte aktualisieren, sondern auch diese kontinuierliche Weiterentwicklung sicherstellen.»

Gastronomie ist ein fester Teil des Agrotourismus

Auch in der Gastronomie tut sich was: «Vom Feld bis zum Teller» lautet der Slogan von Slow Food Travel (www.slowfood.ch/de/slow-food/travel). Eine internationale Bewegung, die in 160 Ländern aktiv ist und sich für eine gute, saubere und fair produzierte Ernährung für alle einsetzt. 1986 ist die Bewegung in Italien gegründet worden und seit 1993 auch in der Schweiz aktiv. Erste Erfahrungen macht Slow Food Travel mit einem Gastro-Projekt im Wallis, in der Region Grand Entremont.

Projekt-Designer Jean-Marc Imhof sagt: «Das Konzept, das Slow Food Travel vorschlägt, zielt darauf ab, die Entdeckung und damit das Verständnis der landwirtschaftlichen Produktion und der daraus resultierenden Gastronomie zu ermöglichen. Seine Hauptziele sind die Vernetzung der Akteure der Bewegung und die Vermittlung von Wissen. »

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