Bei Lidl hinter die Kulissen blicken? Die BauernZeitung macht es möglich. Am 10. März öffnet Lidl Schweiz das Logistikzentrum in Weinfelden für 35 Landwirtinnen und Bäuerinnen. CEO Nicholas Pennanen ist dabei und begrüsst persönlich.
Warum dieser Besuch?
Lidl will wissen, wie der Alltag von Frauen in der Landwirtschaft aussieht. Und Landwirtinnen und Bäuerinnen sollen im Gegenzug erfahren, was im Detailhandel passiert. Die BauernZeitung organisiert diesen Tag, weil Frauen in der Landwirtschaft mitreden und mitgestalten sollen.[IMG 2]
Aber warum ausgerechnet Lidl? Ganz einfach: Weil Lidl eingeladen hat. Und weil die Zahlen zeigen, dass Lidl die Schweizer Landwirtschaft ernst nimmt. Über 50 Prozent des Umsatzes macht der Discounter mit Schweizer Produkten. Des Weiteren hat Lidl 300 einheimische Lieferanten. Ob das in der Praxis hält, was es verspricht? Das können die Teilnehmerinnen am 10. März herausfinden. Im direkten Gespräch und nicht einfach aus Marketingbeiträgen.
Was die Teilnehmerinnen erwartet
Vormittags stellt das Lidl-Team vor, wie Corporate Affairs, Kommunikation und CSR funktionieren. CSR steht für Corporate Social Responsibility, auf Deutsch unternehmerische Sozialverantwortung oder gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Damit ist gemeint, dass Unternehmen freiwillig soziale und ökologische Belange in ihre Geschäftstätigkeit integrieren. Dann folgt ein Dialog zwischen allen Anwesenden über Herausforderungen, Veränderungen und Visionen in der Landwirtschaft.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen steht die Podiumsdiskussion an. Daran beteiligen sich: Eliane Morgenthaler (Berner Landwirtin), Peter Hinder (Geschäftsführer Thurgauer Bauernverband, ehemals Micarna-Chef), Nicholas Pennanen (CEO Lidl Schweiz) und Simone Barth (Chefredaktorin BauernZeitung). Die Moderation übernimmt Grazia Grassi, Head of Corporate Affairs, Leiterin der Unternehmenskommunikation. Am Nachmittag geht es durchs Logistikzentrum: Wo landen die Produkte vom Hof? Was passiert mit ihnen? Solche Einblicke helfen, zu verstehen, warum gewisse Dinge so laufen, wie sie laufen.
Im UNO-Jahr der Landwirtin
Die UNO hat 2026 zum Jahr der Landwirtin erklärt. In der Schweiz führen Frauen sieben Prozent der Betriebe alleine – aber auf fast 100 Prozent der Betriebe arbeiten Frauen mit. Oft ohne direkten Zugang zu denjenigen, die Entscheidungen treffen. Die BauernZeitung nutzt dieses Jahr, um das zu ändern. Dieser Besuch bei Lidl ist der Auftakt. Es werden weitere folgen. Das Ziel ist klar: Frauen die Möglichkeit zu geben, mitzureden.
Lidl ist nicht die Lösung für alle Probleme der Schweizer Landwirtschaft. Aber dieser Tag ist eine Chance, zu verstehen, wie ein wichtiger Marktpartner funktioniert. Die Teilnahme ist kostenlos, An- und Abreise erfolgen individuell.