Im Leben gibt es immer Licht und Schatten, Sonne und Regen. Dies haben die frischgebackenen Landwirtinnen und Landwirte EFZ des Inforama Rütti, Zollikofen, auch während ihrer Ausbildungszeit erlebt. In ihren Klassenpräsentationen haben die sieben Klassen, darunter die Nachholbildungsklasse (NHB), welche gestern Morgen und heute Vormittag ihre Diplome entgegennehmen konnten, so manchen Einblick in den Schulalltag gewährt. Es wurde offenbar viel gelacht. Es gab aber auch Zeiten, in denen den Schülerinnen und Schülern viel Durchhaltewillen abverlangt wurde, Durchbeissen gefragt war, und die Aufmunterung der Klassenkameraden gebraucht wurde, um schlussendlich an das gewünschte Ziel, den erfolgreichen Lehrabschluss zu gelangen.

Eltern und Lehrmeister sind virtuell dabei

Die Diplomfeier gehört zweifelslos zu den sonnigen Tagen, wenn auch Petrus sich von seiner launischen Seite zeigte und eher wechselhaftes Aprilwetter, denn Sonnenschein schickte. Doch das vermochte den Abolventinnen und Absolventen nicht die Stimmung zu vermiesen. Einziger Wermutstropfen war wohl, dass Eltern und Lehrmeister die Feiern nicht live vor Ort, sondern virtuell von Zuhause aus verfolgen konnten. In diversen Grussworten wurden den frischgebackenen Landwirtinnen und Landwirten Gratulationen und Wertschätzung für das Geleistete entgegengebracht.

Auf das Rüstzeug aufbauen und Erfahrungen sammeln

So zitierte etwa Ronald Jaudas, Leiter Fachbereich berufliche Grundbildung des Inforama, an der Feier von heute Donnerstag Albert Einstein mit den Worten: «Lernen ist Erfolg. Alles andere ist nur Information.» Und die Diplomierten hätten mehr als nur Infos erhalten. Sie haben viel gesehen, erlebt und damit ein gutes Rüstzeug erhalten. Darauf gelte es aufzubauen.

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Ronald Jaudas ermunterte die Diplomierten, sich stetig weiterzubilden und auf der Grundbildung aufzubauen. 

Dieser Meinung sind auch die weiteren Überbringer von Grussworten. Gewohnt humorvoll sprach Fred Grunder, Schulratspräsident. Er erklärte, dass er nach seinem Lehrabschluss auf alles eine Antwort gewusst habe. Zumindest theoretisch. Die Erfahrung müsse nach der Grundbildung jedoch erst noch erarbeitet werden.

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Die Landwirtschaft verändert sich rasch. Damit umzugehen erfordert viel Geduld und Improvisationstalent, gab Fred Grunder den Diplomierten mit auf den Weg.

Wer Wissen hat, kann auswählen

Urs Ryf, Präsident Berufsbildner und Schulratsmitlgied forderte die Absolventen auf: «Hört nicht auf, euer Wissen zu erweitern.» Denn Wissen bedeute auswählen zu können aus verschiedenen Möglichkeiten.

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«Dir siit üsi Zuekunft», erklärte Urs Ryf. Alle dürften stolz sein auf das Gelernte. Damit sei der Grundstock für eine erfolgreiche Zukunft als Landwirt gelegt.  

Eine Meinung darf korrigiert werden

Ronald Jaudas ging in seiner Rede von gestern Mittwoch noch einen Schritt weiter. Offen sein, neugierig bleiben und beobachten seien Schlüsselkompetenzen von Landwirten. Offene Menschen seien zwar nicht gescheiter, aber sie würden Wahrheiten schneller erkennen als andere. Unablässig würden Meinungen und Irrtümer aber auch Wahrheiten den Diplomierten an den Kopf geworfen. Da gelte es zu entscheiden, was man schlussendlich glauben soll. Dabei dürfe aber auch mal zugegeben werden, wenn man sich in der Meinung geirrt hat und diese korrigieren. Als Moderatorin führte Karin Aeberhard, Leiterin Berufsfachschule Landwirtschaft 3. Lehrjahr Rütti, charmant durch die beiden Diplomfeiern. Auch sie weiss, dass Einige während der Ausbildung den innern Schweinehund überwinden mussten. Daher dürften alle stolz auf das Erreichte sein, wie der Steinbock, der zu Beginn auf der Leinwand zu sehen war, betonte sie. 

Weitere Infos zur Abschlussfeier Landwirt/in EFZ vom Mittwoch am Inforama Rütti sowie die Klassenlisten finden Sie unter diesem Link

Weitere Infos zur Abschlussfeier Landwirt/in EFZ vom Donnerstag am Inforama Rütti sowie die Klassenlisten finden Sie unter diesem Link