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Klimawandel: Der Wald von morgen muss heute schon wachsen

Mit dem Klimawandel kommen heute häufige Baumarten unter Druck. Damit der Wald auch in Zukunft fit und nutzbar bleibt, muss heute mit Bedacht gepflanzt und gefördert werden.


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«Heute keimende Bäume werden schon in ihrem mittleren Alter in einem stark veränderten Klima wachsen.» Zu diesem Schluss kommen die Forschenden um Peter Brang vom Forschungsinstitut für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Im Rahmen des Forschungsprogramms «Wald und Klimawandel» untersuchten sie, wie sich die Wälder in der Schweiz in Zukunft verändern werden – oder müssen.

Nadelbäume unter Druck

Was sich bereits abzeichnet, wird sich in Zukunft verstärken: Die im Mittelland weit verbreitete Fichte wird aus diesen Lagen bis Ende dieses Jahrhunderts verschwinden. Bei einem mittleren Emissionsszenario gibt es Fichten gemäss WSL nur noch in höheren Lagen der Alpen und Voralpen, im Jura und Tessin. Allerdings gehört dieser Nadelbaum natürlicherweise eher in hohe Lagen; Fichten wurden aus wirtschaftlichen Gründen grossflächig im Mittelland, also ausserhalb ihres Verbreitungsgebiets gepflanzt. So nähert sich der Wald voraussichtlich einem natürlicheren Verhältnis von Nadel- und Laubbäumen an. Auch der empfohlene Fichtenanteil wird je nach Szenario von heute 22 auf 17 oder sogar neun Prozent korrigiert werden, wie es im Merkblatt «Zukunft der Fichte im Mittelland» heisst.

Buchen, die nach der Fichte in unseren Wäldern am häufigsten vorkommen, leiden auch unter dem Klimawandel. Zu den Profiteuren gehören wärmeliebende Laubbäume; Eiche, Linde und Kirsche dürften sich ausbreiten.

Die richtigen Arten fördern

Der Klimawandel verändert nicht nur die Artenzusammensetzung im Wald, sondern beeinflusst alle Waldleistungen. Mit der Revision des Waldgesetzes 2016 kam eine neue Passage dazu, die Bund und Kantone dazu verpflichtet, Vorkehrungen zum Klimawandel zu treffen. Für die Waldbewirtschaftenden bedeutet dies, dass der Wald fit für die Zukunft gemacht werden muss – es braucht zukunftsfähige Baumarten.

Damit man sowohl bei der Naturverjüngung als auch bei Pflanzungen auf Bäume setzt, die auch noch nach Jahrzehnten gedeihen, wurde die TreeApp entwickelt. Sie wurde an der diesjährigen Forstmesse vorgestellt und ist aktuell als Testversion online verfügbar. Bis Ende Jahr soll sie fertiggestellt sein.

Die TreeApp zeigt, welche Bäume an einen Standort in Zukunft passen. So weiss man, welche Jungpflanzen gefördert, gepflanzt oder entfernt werden sollten. Besonders wichtig ist diese Planung im Schutzwald; wenn dort die «falschen» Bäume wachsen, geht die Schutzwirkung verloren und wird erst nach Jahrzehnten wieder gewährleistet werden können.

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