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Illegales Fleisch aus «Rinderwäsche» wird von Brasilien exportiert

Rindfleisch von illegalen Weiden im Amazonas-Gebiet landet laut Amnesty International in der Lieferkette von JBS, dem grössten Rindfleischexporteur Brasiliens.


Regierungsdaten zeigten einen deutlichen Anstieg von illegaler, kommerzieller Viehzucht, schreibt Amnesty International zum Bericht «From Forest to Farmland». Die illegale Viehzucht führe zu Landnahme, Gewalt und Drohungen gegen indigene Völker und Bewohner von Reservaten.

Lage ist bekannt, aber JBS reagiert nicht

Der Fleischverarbeiter JBS habe es versäumt, effektiv zu überwachen, ob illegal geweidete Rinder in die Lieferkette gelangten, so der Vorwurf. Das Unternehmen sei sich seit mindestens 2009 der Risiken bewusst, dass illegal geweidete Rinder in die Versorgungskette gelangen könnten. Es gebe aber keine Hinweise, dass JBS direkt in Menschenrechtsverletzungen involviert sei, heisst es weiter.

Monitoring soll gegen «Rinderwäsche» helfen

Während den Recherchen hat Amnesty Hinweise auf sogenannte «Rinderwäsche» gefunden. Dabei werden Rinder auf zwischengeschaltete Betriebe verbracht, um sie als legal erscheinen zu lassen. Amnesty verlangt, dass JBS bis Ende 2020 Abhilfe schafft und ein effizientes Monitoring einrichtet.

Rund ein Viertel des brasilianischen Rindfleischs wird exportiert. Damit ist das Land der weltweite grössten Exporteur. Eine der Hauptabnehmerinnen ist die EU.

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