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Hersteller und Händler wehren sich gegen Verbot von Pflanzenschutzmittel

Acht Hersteller und Händler von hochgiftigen Pestiziden wehren sich vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen ein Verbot. Ein solches hatte das Bundesamt für Landwirtschaft (BWL) Ende Mai beschlossen.


von sda
Publiziert: 19.07.2019 / 14:39

Drei dieser Beschwerdeführenden akzeptieren das Verbot grundsätzlich, verlangen aber, dass sie ihre Bestände noch ausverkaufen dürfen. Drei weitere lehnen das Verbot rundweg ab. Laut einer Mitteilung von Greenpeace Schweiz und WWF Schweiz vom Freitag handelt es sich bei diesen dreien um Dow AgroSciences, Syngenta und Sintrago.

Acht Beschwerden gegen Verbot

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass bei der Behörde insgesamt acht Beschwerden eingegangen seien. Die Beschwerdeführer wehren sich gegen einen Entscheid des BWL vom 28. Mai 2019. Damals hatte das Bundesamt alle zwölf Bewilligungen für Pestizide mit den Wirkstoffen Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl widerrufen.

Demnach müssen neun dieser Pestizide unverzüglich vom Markt genommen werden, drei weitere dürfen noch während zwölf Monaten verkauft werden. Landwirte dürfen zudem vorhandene Lagerbestände noch während zwölf Monaten aufbrauchen. Insgesamt sind vom Rückzug 26 Produkte betroffen, die heute zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Insektiziden zählen.

Giftig für Mensch und Umwelt

Laut Greenpeace Schweiz und WWF Schweiz haben Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl eine ähnliche Struktur wie gewisse chemische Kampfstoffe. Sie seien äusserst giftig für Vögel, Säugetiere, Fische, Amphibien, Insekten und namentlich auch alle Arten von Bienen und Hummeln. Die Wirkstoffe töteten zudem das Leben im Boden und schädigten die eigene Ernährungsgrundlage.

Die Stoffe seien auch gefährlich für den Menschen. Wissenschaftler hätten nachgewiesen, dass der Wirkstoff während einer Schwangerschaft zu Hirnschäden beim ungeborenen Kind führen könne.

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Kommentare (2)
Bernhard Wolf am 25.07 2019 um 11:29
Seit gut 100 Jahren setzt die Agrarwirtschaft allerlei organische und hauptsächlich synthetische Stoffe in unglaublichen Mengen in die Biosphäre und die Sättigung des Bodens mit Giftstoffen hat eine kritische Menge längst überschritten. Bislange saubere Quellen sind auf einmal belastet und können für möglicherweise für mehrere Jahrzehnte nicht mehr genutzt werden. Das ist eine riesige Hypothek und hier vergiftet sich der Mensch selber, weil alles was er spritzt und isst letztlich auch wieder er selber zu verarbeiten hat. Beenden wir diesen Teufelskreis und schaffen wir eine GESUNDE LEBENSGRUNDLAGE für die Menschen.
Christine Steffen am 24.07 2019 um 10:13
Übernehmen diese Hersteller und Händler dieser verbotenen Substanzen künftig unsere Krankenkassenprämien? Und, wenn nein, warum nicht? Gemäss Verursacherprinzip ist klar, warum wir krank sind, wenn unser Trinkwasser mit Absicht vergiftet wird. Von daher sind die Hersteller und Händler anzuprangern und zur Kasse zu bitten und die Tätigkeit ist sofort einzustellen. Man sollte diese Hersteller und Händler eigentlich gleich behandeln, wie Drogendealer. Denn dies läuft unter eigentlich demselben Prinzip. Für Profit die Gesundheit anderer aufs Spiel setzen. Ich hoffe, das Bundesgericht entscheidet für die Bevölkerung, die Natur und die Gesundheit und nicht für diese giftmischenden, skrupellosen Profiteure.
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