Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Gartenbauer wollen Torf in Pflanzenprodukten weiter reduzieren

Der Abbau von Torf ist schädlich für die Natur. Gartenbauer, Gartenhändler und Erdenhersteller haben daher eine freiwillige Absichtserklärung unterzeichnet, mit welcher sie den Anteil von Torf in der Produktion von Pflanzen weiter minimieren wollen.


von sda/asa
Publiziert: 06.08.2019 / 16:42

Dafür soll bei der Herstellung von Erdsubstraten Torf schrittweise ersetzt werden, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) am Dienstag mitteilte. Zudem sollen keine Pflanzen mehr verkauft werden, welche mithilfe von Torf angebaut wurden.

Entwässerung von Moorgebieten

Konkret wollen die Produzenten und Händler den Torfanteil in der Produktion und im Angebot von Zierpflanzen, Zimmerpflanzen, Stauden und Zierhölzern bis 2025 auf maximal 50 Prozent und bis 2030 auf maximal 5 Prozent vermindern. Im Sommer 2017 hatten sich die Marktteilnehmer bereits dazu verpflichtet, bis 2020 den Torfanteil in Sackerden freiwillig auf maximal 5 Prozent zu reduzieren.

Bei Torf handelt es sich um trockengelegte Moorerde. Dessen Abbau schadet dem Klima und der Artenvielfalt. Denn damit Torf abgebaut werden kann, werden Moore entwässert und dadurch Lebensräume für Pflanzen- und Tierarten zerstört. Das Naturprodukt bildet sich zudem nur sehr langsam neu - gemäss Bafu entsteht jährlich ein Millimeter Torf.

Jährlich wird bis zu 524'000 Kubikmeter Torf importiert

In der Schweiz stehen Moore daher seit 1987 unter Schutz, und es darf kein Torf mehr abgebaut werden. Gemäss Bafu werden aber jährlich bis zu 524'000 Kubikmeter Torf importiert. Der Bundesrat hatte daher 2012 das Torfausstiegskonzept verabschiedet, um die Umweltschäden zu vermindern, die durch den Import von Torf im Ausland anfallen.

Im Gartenbau ist Torf gemäss Bafu aufgrund seiner Stabilität und seinem guten Wasserspeicherungsvermögen sehr beliebt.

Umweltbelastung durch den Abbau von Torf

Mit Torf bezeichnet man trockengelegte Moorerde. Ein Naturprodukt, das nur sehr langsam neu gebildet wird – jährlich entsteht rund 1 mm Torf - und dessen Abbau der Artenvielfalt und dem Klima schadet. Damit Torf abgebaut werden kann, werden Moore entwässert und damit wertvolle Lebensräume für Pflanzen- und Tierarten zerstört. Moore bilden ein einzigartiges Ökosystem für Arten, die nur in diesen Biotopen vorkommen. Moore bedecken zwar nur 3 Prozent der Erdoberfläche, speichern jedoch rund ein Drittel des im Boden eingelagerten Kohlendioxids. Damit übertreffen sie sogar die Speicherkapazität der Wälder. Kommt Torf mit Sauerstoff in Kontakt, wird es von sauerstoffzehrenden Organismen zersetzt, was klimaschädliches Kohlendioxid und Lachgas freisetzt. Torf ist aufgrund seiner Stabilität und seinem guten Wasserspeicherungsvermögen z.B. zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit im Gartenbau sehr beliebt. Diese Eigenschaften hat Torf jedoch nur solange, bis er von den Bodenorganismen abgebaut ist. Die positive Auswirkung auf die Bodenstruktur und das Pflanzenwachstum ist daher nur von kurzer Dauer.

Quelle BLW

Werbung
Werbung
Verwandte Themen
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Lidl will auf Torf verzichten
Kein Torf mehr in Sackerden: Durch den Verzicht will sich der Discounter für eine kontinuierliche Reduktion des Torfeinsatzes engagieren.
Artikel lesen
Lidl will künftig auf Torf in Sackerden verzichten. In einer Mitteilung gab der Discounter bekannt, er habe im Sommer 2017 gemeinsam mit Vertretern des Detailhandels, des Gartenbaus und der Erdenproduzenten eine entsprechende Absichtserklärung mit dem Bundesamt für Umwelt unterzeichnet. Das Torfausstiegskonzept des Bundesrats von 2012 sieht in einem ersten Schritt vor, dass der vollständige ...
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!