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Die Stadt Zürich startet auf dem Juchhof eine Langzeitversuch mit Pflanzenkohle

Zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL soll während mindestens sieben Jahren die Wirkung von Pflanzenkohle für Klimaschutz und Wasserhaushalt untersucht werden.


Erste Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis mit Pflanzenkohle seien ermutigend, es fehlten aber langfristige, umfassende Daten für eine wissenschaftliche Beurteilung, heisst es in einer Mitteilung von Grün Stadt Zürich und des Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL. Diese Lücke soll nun ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem FiBL füllen.

12 Hektaren Versuchsfläche

Auf dem Gutsbetrieb Juchhof werden laut Mitteilung in diesem Frühling auf einer Fläche von 12 Hektaren 45 Tonnen Pflanzenkohle eingesetzt. Zur Kontrolle kommt das Material – vor der Ausbringung der Gülle beigemischt – nur auf die Hälfte der Getreidefelder, Wiesen und Maisäcker. Die Kohle stamme von der Zürich Holz AG. 

In der Gülle wird die Pflanzenkohle mit Nährstoffen «aufgeladen» und samt dem Dünger auf die Felder gebracht.

Gewappnet gegen Trockenheit und Hitze

Pflanzenkohle ist feinporig, saugfähig und hat dank ihrer grossen Oberfläche eine Art Schwammwirkung: Sie kann Wasser sowie Nährstoffe über lange Zeit speichern und dem Pflanzen verfügbar machen. Das Ziel des Versuchs in Zürich bestehe darin, die städtischen Landwirtschaftsflächen Trockenheits-resistenter zu machen und ausserdem die Stadt zu kühlen. Sollten sich die Erwartungen erfüllen, sollen noch weitere Parzellen mit Pflanzenkohle behandelt werden. 

Das FiBL untersucht die Wirkung

Im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft BLW wird das FIBL den Versuch begleiten und den Einfluss der Kohle auf den Wasserhaushalt sowie die Anteile der Nähr- und Schadstoffe untersuchen, heisst es weiter. Kurz-, Mittel- und Langzeiteffekte auf die Ertragsstabilität und die Kohlenstoffspeicherung seien weitere Schwerpunkte. Hinzukommen Spezialuntersuchungen zur biologischen Qualität. 

An den Versuchen beteiligt sind laut Mitteilung auch die Uni Bern und Agroscope. 

Flurbegehungen und Publikationen

Die Ergebnisse des Projekts «Black goes Green» sollen öffentlich zugänglich gemacht werden. Dies einerseits mit Flurbegehungen für Forschende, Landwirte sowie interessierte Personen und Betriebe, andererseits mit Publikationen. 

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Marco Brandenberger aus Buch a. Irchel ZH ist Milchproduzent (54 Kühe, eigene Aufzucht) und überzeugt vom Einsatz von Pflanzenkohle. Er verfüttert 100 Gramm pro Tag und Kuh. Damit erziele er eine Dreifachwirkung: erstens werde die Kuh entgiftet. Er habe sehr selten Euterprobleme oder hohe Zellzahlen. Weiter funktioniere auch die «Verdauung» im Gülleloch besser, der Dünger sei fliessfähig und ...
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