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BSE: An diesen Symptomen erkennen Sie die Bovine spongiforme Enzephalopathie

Die Schweiz gilt dank verschiedener Massnahmen als Land mit vernachlässigbarem Risiko für BSE. Der Rinderwahnsinn kann aber auch spontan oder beim Menschen auftreten.


Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE), Rinderwahnsinn – die Bezeichnungen machen klar, dass bei dieser Erkrankung das Gehirn betroffen ist. Durch die Ansammlung falsch gefalteter Proteine (Prionen) im Hirn von Rindern werden immer mehr Nervenzellen zerstört. Das Gehirn wird schwammartig (spongiform), was zu Verhaltens-, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen führt.

Erste Symptome nach vier bis sechs Jahren

Die Inkubationszeit vom ersten Auftreten der fehlgefalteten Prionen bis Symptome sichtbar werden, beträgt durchschnittlich vier bis sechs Jahre. Folgendes weist auf die klassische (übertragende) BSE oder auch die spontan auftretende atypische Form hin:

  • Ängstlichkeit, Nervosität, erhöhte Aufmerksamkeit und Schreckhaftigkeit
  • Angst vor dem Überschreiten des Kotgrabens, vor Durchgängen und vor kleinsten Hindernissen
  • Aggressivität
  • Häufiges Belecken der Nase
  • Zähneknirschen
  • Zittern oder Muskelzuckungen an Lippen, Flotzmaul, Ohren, Hals, Vorderkörper, Flanken oder ganzem Körper
  • Zunehmend steifer werdender Gang,  Im Endstadium Festliegen.
  • Zusammenzucken oder sogar plötzliches Umfallen infolge geringster Umwelteinflüsse (Lärm, Bewegungen von Personen oder Tieren usw.) 
  • Überempfindlichkeit auf Berührungen vor allem im Kopf- und Halsbereich
  • Überempfindlichkeit auf Licht und Lärm
  • Langsame Abmagerung und langsamer Leistungsrückgang bei erhaltener Fresslust

Die Diagnose von BSE anhand dieser Symptome ist allerdings nicht einfach, da sie oft nur schwach ausgeprägt und nicht sämtlich auftreten. In vielen Fällen sind gemäss dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sogar gar keine neurologischen Anzeichen erkennbar. Es ist keine gesicherte Diagnose durch den Nachweis der krankmachenden Prionen am lebenden Tier möglich.

Verdachtsfälle melden

BSE ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Verdachtsfälle müssen dem Bestandstierarzt gemeldet werden. Tiere, die an BSE erkrankt sind, müssen geschlachtet und ihr Fleisch vernichtet (sprich verbrannt) werden, um eine Ansteckung anderer Tiere oder Menschen zu verhindern. 

Im Rahmen der Seuchen-Überwachung werden Proben vom Hirn und Rückenmark von Rindern in Schlachthöfen genommen und analysiert. 

Mehr zur Übertragung von BSE und zu Massnahmen zur Verhinderung einer solchen lesen Sie hier. 

BSE beim Menschen

Als Zoonose können die BSE auslösenden Prionen beim Menschen zu einer Variante der Creutzfeldt-Jakob Disease (vCJD) führen, wenn hochinfektiöse Teile erkrankter Rinder (Gehirn oder Mark) gegessen werden. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können wenige Monate oder auch bis zu 30 Jahre vergehen. Folgende Symptome treten auf:

  • Psychische Veränderungen wie Depressionen und Angstzustände
  • Rasch fortschreitender geistiger Verfall (Demenz)
  • Störungen der Koordination und in Bewegungsabläufen
  • Muskelzuckungen und unwillkürliche Bewegungen  

Eine Therapie ist laut dem Bundesamt für Gesundheit bisher nicht möglich und es gibt auch keine Impfung. CJD endet immer tödlich. Allerdings wurde BSE beim Menschen, also die Zoonose vCJD, in der Schweiz nie festgestellt, schreibt das BLV

Ebenfalls durch Prionen ausgelöst werden die Chronic Wasting Disease (CWD) bei Hirschartigen und die Traberkrankheit (Scrapie) bei Schafen und Ziegen. 

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