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5 Tipps für ein konstruktives Gespräch am Feldrand

Ein Gespräch am Feldrand oder an der Hoftüre kann herausfordernd sein. Hier ein paar Tipps, um einen kühlen Kopf zu bewahren.


Publiziert: 25.07.2019 / 14:39

1. Nicht provozieren lassen

Wenn ein Gespräch schwierig wird, sollte Bäuerin versuchen, möglichst sachlich zu bleiben, ruhig und informativ. Meist sind die Angriffe eigentlich nicht persönlich gemeint. Es stecken oft andere Gründe dahinter, wenn sich ein Spaziergänger beklagt. Wenn er sich zum Beispiel über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beschwert, kann es sein, dass ihn Medienberichte darüber eingeschüchtert haben. Es lohnt sich, ruhig zu bleiben, denn schreien und fluchen helfen nie weiter.

2. Keine Du-Botschaften, besser Ich-Botschaften

Bei einem Gespräch sind Du-Botschaften nicht konstruktiv, denn sie wirken oft wie ein Angriff ("du hast keine Ahnung …", «du solltest dir mal überlegen …»). Besser sind Ich-Botschaften ("ich arbeite rücksichtsvoll…", "ich bin überzeugt, dass …"). Eine ironische oder herablassende Art ist ebenfalls nicht sehr hilfreich. Sei der Gesprächspartner, welcher du gerne selbst haben möchtest.

3. Fragen stellen

Wenn sich jemand beschwert, hilft es, Fragen zu stellen – und sich dann die Antworten auch anzuhören: «Was würden Sie sich denn wünschen? Und wie soll das konkret aussehen? Und wie soll ich denn mit den Konsequenzen umgehen? Etc.». Der Jemand soll sein Anliegen klar und genau formulieren. So kann Bauer konkret darauf eingehen und so entsteht ein gutes Gespräch. Manchmal kann dies den anderen in Redenot bringen und zeigt auf, dass das Problem oft nicht am Landwirt liegt, sondern an einer generellen Fragestellung. Und schnell wird klar, dass die Lösung oft nicht so einfach ist wie es sich der Spaziergänger vielleicht vorgestellt hat oder dass das Problem nicht vom Bauern selbst gelöst werden kann.

4. Stehen lassen

Wenn ein Spaziergänger nicht zuhört und der Bauer das Gefühl hat, an eine Wand zu reden, muss das Gespräch nicht künstlich in die Länge gezogen werden. Auch ein Landwirt kann negative Menschen nicht positiv verändern, wenn sie dafür nicht bereit sind. Wenn jemand nur streiten will: Bleib höflich, tritt zur Seite und lass ihn seinen Weg gehen.

5. Grenzen akzeptieren und Chancen nutzen

Die Landwirtin muss nicht besser oder schlechter kommunizieren als der Rest der Welt. Sie hat genauso ihre Laune. Wenn sie einen schlechten Tag hat oder keine Zeit hat, muss sie nicht auf eine Beschimpfung eingehen. Ist aber ein nettes Gespräch im Gang, so hat die Landwirtin die Chance, in ihre Rolle als Botschafterin für die Landwirtschaft zu schlüpfen. Sie kann dann Hintergründe und Zusammenhänge erklären, Ängste und Vorurteile abbauen sowie Kontakte knüpfen. Und manchmal sind es auch die kleinen Gesten, die etwas verändern können: Ein Lächeln, ein Grüssen, jemandem auf der Strasse den Vortritt lassen, usw. Auch damit kann das Bild der Landwirtschaft in der Bevölkerung positiv geprägt werden.

Diese Tipps wurden in Zusammenarbeit mit Mediatoren vom Netzwerk Hofkonflikt erarbeitet (www.hofkonlikt.ch). Die Organisation ist spezialisiert auf Konflikte im ländlichen Raum.

 

5 Videos mit Kommunikationstipps

Landwirt Jürg Streit aus Utzigen stellte sich bereit, um einige Szenen am Feldrand nachzuspielen. In der Rolle als Spaziergängerinnen sind Redaktorinnen Deborah Rentsch und Alice Sager zu sehen. Tipps zur Kommunikation geben Benno Winkler und Tanja Pfannmüller von Hofkonflikt.

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