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Wüchsiges Wetter, hoher Befallsdruck

Bei dem feuchtwarmen Wetter bleibt das Krautfäulerisiko bei den Kartoffeln sehr hoch.


von Jonathan Heyer, landwirtschaftliches Beratungszentrum, Posieux
Publiziert: 15.06.2019 / 13:56

Das Zusammenspiel von Temperatur und Niederschlag beschert den Kulturen reges Wachstum. Besonders in der Westschweiz ist die Summe der gefallenen Niederschläge hoch, dementsprechend ist auch die Befahrbarkeit der Böden nicht immer gegeben.

Krautfäule in Kartoffeln

Das Krautfäulerisiko bleibt mit den gemeldeten Unwettern bestehen. In den Kantonen Schaffhausen, Thurgau, Aargau, Zürich und Bern wurde Befall festgestellt (Aktuelle Situation: www.phytopre.ch). Allgemein gilt es den Fungizidschutz aufrecht zu erhalten. Neben dem Abstand zur letzten Spritzung und dem verwendeten Produkttyp ist das enorme Blattwachstum der letzten Zeit zu beachten, ab Beginn Blüte wird es sich stabilisieren. Alternaria kann in sensiblen Sorten (Agria, Bintje, Charlotte, Innovator, Lady Claire, Markies, Panda) zu einem frühzeitigen Krautzusammenbruch führen. Die Schwächekrankheit wird nicht nur mit Chemie, sondern auch über die Schaffung von guten Wachstumsbedingungen und einer angepassten Düngung bekämpft. Fungizide lindern die Schäden, müssen aber präventiv appliziert werden, da praktisch kein kurativer Effekt erzielt wird. Die meisten Fungizide haben eine Wirkung gegen Alternaria (v. a. Mancozeb), aber nicht alle wirken gleich stark. Einige Produkte haben gar keine Wirkung wie z. B. Infinito, Amphore Flex, Proxanil oder Leimay. Vor allem an sensiblen Sorten können spätestens ab Blüte Spezialmittel hinzugefügt werden. Zur Verwendung kommen Produkte wie Signum, Dagonis oder Mittel mit Difenoconazol.

Die Eiablage beginnt

Die Kartoffelkäfer sind in den Parzellen vorhanden, Eiablagen beginnen oder haben schon stattgefunden, in einigen Fällen sind Larven aktiv. Bei Kontrollen 10×5 Pflanzen betrachten, dabei auch unter die Blätter schauen. Die Schadschwelle ist bei 30 Prozent Pflanzen mit Larven und/oder Eiablagen oder ein bis zwei Herden pro Are erreicht. Das Produkt Audienz ist mit Fungiziden mischbar und benötigt keine Sonderbewilligung. Das Kontakt- und Frassgift wirkt, während kurzer Dauer, gegen Adulte und Larven. Da Eier nicht erfasst werden, bekämpft man Larven, wenn möglichst viele davon gut entwickelt sind. Alle anderen Produkte ausser Novodor 3 FC (auf kleine Larven) oder NeemAzal, benötigen eine Sonderbewilligung.

Weizen und Triticale

Mancher Weizenbestand blüht bereits, spätere Bestände schieben noch die Ähren. Das Befallsrisiko mit Fusarien ist dann am höchsten, wenn eine anfällige Sorte pfluglos nach Mais angebaut wird. Damit Infektionen Ablaufen, bedarf es an Regen während der Blüte. Die Sorten Lorenzo, Nara, Camedo, Baretta, Combin, Genius und Levis sind hochanfällig, Arina ist immer noch am widerstandsfähigsten, was deren Beliebtheit bei Direktsaat nach Mais erklärt. Für eine direkte Bekämpfung existiert keine Schadschwelle, der Befall kann nur relativ spät festgestellt werden. Treffen Risikosituationen mit Infektionsbedingungen zusammen, so ist eine Behandlung gerechtfertigt. Verwendet werden vorzugsweise Fungizide mit Prothioconazol, zu erwarten sind zirka 60 bis 80 Prozent Wirkung. Für die Platzierung erweist sich DC 61 (Beginn Blüte) als optimal, das Fungizid sollte präventiv, also vor Infektion appliziert werden. Gerade bei einer Ährenbehandlung sind Doppelflachstrahldüsen angezeigt, um sicherzustellen, dass die ganze Ähre benetzt wird. Hohe Temperaturen fördern den Flug der Schwarzen Blattlaus in den Zuckerrüben, Regen mindert deren Aktivität. Anfällig sind die Rüben bis zum 10-Blatt-Stadium, die Schadschwelle beträgt 80 Prozent Pflanzen mit Blattläusen. Pirimicarb ist auch bei 100g/ha wirksam, dabei ist ein drei Meter breiter, unbehandelter Streifen zu empfehlen, somit bleibt genügend Nahrung für Nützlinge übrig. Achtung, in REB-Programmen darf das Produkt nicht angewendet werden.

 

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