Die Generalversammlung des Ziegenzuchtvereins Obwalden fand Anfang Februar in der Heimat von Vereinspräsident Roby Hess statt. Es war die 61. GV des Vereins und zugleich die letzte, durch welche Roby Hess als Präsident führte.
Zwei neue im Vorstand
Nach zwölf Vorstandsjahren, davon elf als Präsident, trat der Engelberger zurück. Für seine Verdienste wurde er mit Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Auch Aktuarin Tanja Trüb gab ihren Rücktritt bekannt. Neu werden Lukas Durrer aus Kerns und Roman Sigrist aus Sachseln im Vorstand mitarbeiten. Als Präsident wurde Martin von Flüe, Flüeli-Ranft, der bisherige Kassier, gewählt. Martin von Flüe ist 61-jährig und seit 40 Jahren begeisterter Ziegenhalter. Neben den 40 Milchkühen stehen in seinem Stall rund 60 Geissen mehrerer Rassen. «Eines meiner Ziele als Vereinspräsident ist es, dass es im Obwaldnerland in Zukunft nur noch serologisch pseudotuberkulosefreie Betriebe gibt», so der neu gewählte Präsident. Diese Krankheit habe einen Leistungsrückgang zur Folge und verursache den Ziegenhaltern viel Mehrarbeit.
Kostenbeteiligung
Wie das Ziel erreicht werden kann, erklärte Thomas Manser vom Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) in seinem Referat zur Pseudotuberkulose bei Ziegen. Manser wies darauf hin, dass die Sanierung im Interesse der Ziegenzüchter liegen sollte. Das BGK zahlt einen Beitrag an die Blutuntersuchung. Die Versammlung stimmte anschliessend ebenfalls einer Kostenbeteiligung an die Sanierung während des laufenden Jahrs zu.
Der Verein
Der Ziegenzuchtverein Obwalden wurde 1962 gegründet und zählt heute gut150 Mitglieder, wovon 60 aktive Züchter sind. Die Rassenvielfalt in dieser Region ist gross. Züchterinnen und Züchter von Toggenburgerziegen, Saanenziegen, Gämsfarbige Gebirgsziegen, Bündner Strahlenziegen, Walliser Schwarzhalsziegen, Pfauenziegen, Burenziegen und Appenzeller Ziegen sind im Verein willkommen.

