Eine weibliche Zuchtfamilie (ZF) ausstellen zu können, erfordert neben Züchterglück auch eine professionelle Tierbetreuung und die passende Genetik. Nicht nur eine, sondern gleich vier weibliche ZF konnte heuer Fridolin Ulrich aus Neuheim zeigen. Noch eindrücklicher ist seine Bilanz der vergangenen drei Jahre, wo er den Experten und Zuchtinteressierten gesamthaft nicht weniger als zehn weibliche Zuchtgruppen präsentieren konnte.

Aus langlebige Kuhfamilien
«Neben Glück muss natürlich die Genetik stimmen, viele der Stammkühe kommen selber aus Zuchtfamilien», erklärt Fridolin Ulrich. Zudem gebe er seinen Tieren bei Bedarf auch einmal etwas mehr Zeit. In seiner Zuchtstrategie stehe die Langlebigkeit klar an oberster Stelle. Beim Tierkomfort werde alles auf dem Betrieb Realisierbare umgesetzt. Von seinen im Jahr 2023 präsentierten ZF erreichten die Nachkommen von Payssli-Tochter Pipa mit 84 Zählern die beste Punktzahl, was gleichzeitig das Höchstresultat aller Zuger Brown-Swiss-Familien bedeutete. Noch zwei Punkte mehr erreichte die Original-Braunvieh-ZF Wilsen Alora von Josef und Rita Grab-Nauer, Unterägeri.

32 weibliche Zuchtfamilien in Schwyz
Gleich 32 ZF präsentierten die Schwyzer. Über das kantonal beste Ergebnis durfte sich Paul Kälin, Steinen, freuen. Seine Stammkuh Calvin Calena holte sich ausgezeichnete 90 Gesamtpunkte. Reto Styger zeigte gleich drei weibliche ZF seiner Stammkühe Zoe, Biasca und Furka. Ebenfalls drei ZF konnte OB-Züchter Beat Gwerder, Rickenbach, auf seinem Heimet Ebnet zeigen. Speziell dabei war nicht nur, dass die drei Stammkühe Lara, Laura und Lidia zugleich Grossmutter, Mutter und Tochter waren. Zusätzlich konnte er aus der gleichen Kuhfamilie noch sechs Generationen präsentieren.

Im Einzugsgebiet des Nidwaldner Verbandes stellten drei Betriebe je zwei ZF. Das höchste Resultat erreichte dabei Blooming Vita von Beat Zrotz. Mit einem starken Exterieur kam sie auf hohe 90 Punkte. Unter den Nachkommen von Vita befand sich auch die bekannte Schausiegerin Brice Vera. Im Schauring ebenfalls keine Unbekannte ist Gislerwaid Blooming Cheyenne von Familie Schmid, Schüpfheim. Ihre Nachkommen erreichten mit 92 Punkten schweizweit das zweitbeste Resultat bei den Brown-Swiss-Kühen. 93 Zähler und damit noch einen Punkt mehr holte die ZF von Brown-Swiss-Kuh Caluna SG der GoldHill Genetics in Romoos LU. Im Exterieur holte die Gruppe das Maximum.

Nicht nur in Luzern sorgte das Präfix Gislerwaid für Aufsehen. Im Kanton Uri sorgte Gislerwaid Genox-Boy Nella von der Familie Albert Gisler, Silenen, mit 82 Punkten für das Höchstresultat. Total sechs Urner Betriebe stellten je eine ZF aus. Neun ZF wurden im Obwaldnerland gezeigt. Mit 91 Punkten erreichte die Familie Marcel Kiser, Alpnach, mit fünf herrlichen Nachkommen der Stammkuh Anibal Aline ein absolutes Spitzenresultat.

Drei weibliche ZF wurden von Aargauer Braunviehzüchtern gezeigt, zwei davon auf dem Hof von Thomas Wetzstein, Buttwil. Neben der grossen Zahl an weiblichen ZF wurden schweizweit auch rund zehn männliche Nachzuchten zusammengestellt, wovon drei im Kanton Schwyz.

Drei Halteprämien in Schwyz
Die Nachkommen vom OB-Stier Sämi der Familie Daniel Betschart in Muotathal überzeugten und wurden mit hohen 57 Punkten taxiert. Die Halteprämie von Roy Ferdi der Züchterfamilie Marlen und Armin Auf der Maur aus Brunnen erreichte mit 55 Punkten ebenfalls ein starkes Resultat. Ein ganz besonderes Bild gab es in Rickenbach auf dem Betrieb Geissberg von Madlen und Benno Föhn-Zwingli. Die Nachkommen vom Stier Thom waren alles Gurttiere. Thom ist ein reinerbiger Gurtstier und aktuell über die KB erhältlich.

