Die IG Hof- und Weidetötung des umtriebigen Beraters Eric Meili setzt sich seit Längerem für die Tötung von Schlachttieren auf dem Betrieb ein. Die IG hat unlängst einige Zahlen veröffentlicht, die ihr die Vereinigung der Kantonstierärzt(innen) (VSKT) geliefert hat.
Nur drei mit Kugelschuss
Demnach wurden bisher gesamtschweizerisch auf 65 Betrieben Hoftötungen mit Bolzenschuss bewilligt, davon 59 für Rinder, fünf für Kleinwiederkäuer und eine für Schweine. Weitere 53 Bewilligungsverfahren sind gesamtschweizerisch am Laufen, davon 50 für Rinder, zwei für Kleinwiederkäuer, eine für Schweine.
Deutlich rarer sind die Bewilligungen für Weidetötungen mit Kugelschuss. Laut VSKT sind bisher nur deren drei bewilligt worden. Drei Verfahren seien am Laufen. Insgesamt wurden laut dem Verband aus verschiedenen Gründen bisher auch mehrere Bewilligungen entzogen: drei für Rinder, eine für Kleinwiederkäuer und zwei für Schweine.
Bei der Hoftötung von Rindern sei die Qualität aber grundsätzlich gut, und die Abläufe seien etabliert, so der VSKT. Die Hoftötung von Kleinwiederkäuern und Schweinen werde immer häufiger beantragt. Hier gebe es noch viele Fragen und Unsicherheiten zu den Abläufen. Die Arbeitsgruppe Hof- und Weidetötung des Verbands habe dies erkannt. Er überarbeitet und ergänzt aktuell die Checklisten für diese Tierarten.
Die Angewöhnung der Tiere an die Fang- resp. Fixationsvorrichtungen erfolge häufig nicht oder ungenügend, was zu Verzögerungen und Abbruch der Schlachtung führen könne.
Angewöhnung oft mangelhaft
Immer wieder werden von Tierhaltern und von der IG Anpassungen und Vereinfachungen verlangt. «Solche Diskussionen sind nicht zielführend und erschweren den klar geregelten Vollzug», schreibt der VSKT. Nicht wenige Tierhalter informierten sich ungenügend und seien sich nicht bewusst, welchen Aufwand und welche Kosten die Hof- und Weidetötung verursache. Sie steigen deshalb während oder nach den Probeschlachtungen aus.

