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Milch statt Kraftfutter für die Kälberaufzucht

Eine aktuelle Studie von Agrarforschung Schweiz kommt zum Schluss, dass die Aufzucht von Kälbern nur mit Muttermilch möglich ist und sowohl ökologisch als auch für das Tierwohl sinnvoll ist. Die Rentabilität bei Biobetrieben ist allerdings fraglich. 


Publiziert: 08.02.2019 / 11:30

Gerne wird damit geworben, dass Kühe Gras in hochwertiges Eiweiss für die menschliche Ernährung umwandeln können. Um Grasflächen wirklich effizient zu nutzen, sollte aber auf die Verfütterung von Kraftfutter verzichtet werden. Das geht offenbar auch bei der Aufzucht von Kälbern.

Weniger Verhaltensstörungen

Während es bereits bewiesen ist, dass die Versorgung von Milchkühen ohne oder mit reduzierter Kraftfuttergabe möglich ist, war dies für Kälber bisher nicht bestätigt. Daher führte Agrar Forschung Schweiz einen Versuch mit 14 Mastremonten durch und kam zum Schluss: Kälber, die nur mit Milch aufgezogen wurden, saugten seltener an anderen Kälbern oder Gegenständen. 

Befürchtungen nicht bewahrheitet

Bisher wurde Kraftfutter für Kälber damit gerechtfertigt, dass die Tiere nur mit Milch weniger Pansenzotten entwickeln würden. Im Versuch zeigte sich jedoch weder im Gewicht, der Gewichtszunahme noch der Ausprägung der Pansenzotten wichtige Unterschiede je nach Fütterung.

Knackpunkt Rentabilität

in der Studie wurden den Kälbern ohne Kraftfutter durchschnittlich 7.1kg Milch pro Tag und Tier über die ersten 4.5 Monate gegeben ((von der dritten bis elften Lebenswoche: 10 kg pro Tag, das sind insgesamt 952 kg. Dazu kommen ungefähr 140 kg während der ersten beiden Wochen). Dazu gab es Heu, Mineralsalz und Wasser. Mit dem heutigen Biomilchpreis ist das nicht rentabel.

Für das Tierwohl und die Ökologie

Dennoch ist die Aufzucht mit Milch allein natürlicher. Ausserdem macht es aus ökologischer Sicht Sinn, da auf diese Weise Gras effizienter genutzt wird.

Die Studienergebnisse werden derzeit in einem weiteren Versuch geprüft. Alle Details zur Studie finden Sie im Abschlussbericht.

jsc

 

 

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