Weiterhin stauen sich die schlachtreifen Schweine. Trotz Marktentlastung bleibt das Angebot zu hoch. Zu sehen ist das auch bei den Schlachtgewichten. Die Statistik von Proviande zeigt: im vergangenen Jahr lag das Schlachtgewicht im Durchschnitt bei 91,4 kg. Im Dezember stieg dann das Schlachtgewicht gar auf 92,5 kg. Damit produzierte jedes Schwein, das 2022 geschlachtet wurde, im Schnitt 1,2 kg mehr Schlachtgewicht als im Vorjahr. Die Schlachtzahl blieb hingegen mit 2,54 Mio Schweinen nahezu unverändert. Die Inlandproduktion stieg um rund 2000 t auf 177 744 t Schweinefleisch. Der Inlandanteil stieg auf 96,2 Prozent. Gleichzeitig wurde weniger Schweinefleisch gegessen, nur 184 773 t, also 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. All dies führte zu Tiefstpreisen. Gerade mal Fr. 3.38/kg SG galt ein Schwein im Schnitt.
Markt & Preise
Schlachtschweine sind seit einem halben Jahr auf dem preislichen Tiefpunkt
Ein Ende der Misere ist nicht absehbar. Schwere Schlachtschweine galten im vergangenen Jahr im Schnitt rekordtiefe Fr. 3.38 je kg SG.

Auch 2021 war kein rosiges Schweinejahr. Da betrug der Durchschnittspreis aber noch Fr. 3.94/kg SG.
(Bild: Grafik Nicole Geiser / Quelle Proviande)

Auch 2021 war kein rosiges Schweinejahr. Da betrug der Durchschnittspreis aber noch Fr. 3.94/kg SG.
(Bild: Grafik Nicole Geiser / Quelle Proviande)
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«Konkrete Massnahmen hätten die Krise im Schweinemarkt verhindern können»
Mit einer Einfrieraktion und Exporten versucht man aktuell, die totale Eskalation im Schweinemarkt zu verhindern. Raphael Helfenstein von Suisseporcs schildert die Ursachen für die Überproduktion und Möglichkeiten für das weitere Vorgehen.