Endlich wieder eine «richtige» Auktion: Nach über einem Jahr Pause marschierten die Kühe am Dienstagabend wieder in der Arena Brunegg in den Verkaufsring. An der gemeinsamen Auktion der Aargauer Zuchtverbände von Holstein und Swissherdbook betrug die Verkaufsquote beim Lebendvieh 100 Prozent.

Qualität und Preise gut

Auktionator Andreas Aebi konnte insgesamt 62 Lose zum Verkauf anpreisen; 60 Kühe, Rinder und Kälber und zwei Embryonenpakete. OK-Präsident Christian Hauri zeigte sich nach der Auktion zufrieden: «Die Qualität war hoch, es gab viele leistungsbereite Tiere mit guten Abstammungen und die Preise waren der Qualität entsprechend», analysierte er. Die Verkäufer hätten gut differenziert und realistische Schatzungen vorgeschlagen. Besonders attraktiv waren die vielen währschaftsträchtigen, vielversprechenden Jungtiere.

Im Schnitt 4000 Franken

Beim Nutzvieh galten die Kühe im Durchschnitt 4057 Franken, die Rinder 2804 Franken. Die fünf Holstein-Elitekühe erzielten im Durchschnitt 4950 Franken, die beiden Holstein-Eliterinder 3700 Franken. Die sechs Kälber im Elitesegment, je drei von Holstein und Swissherdbook, wechselten im Schnitt für 3050 Franken die Hand.

6350 Franken Höchstpreis

Der Höhepunkt kam zum Schluss: Schon beim zweitletzten Tier, Hellender Jacoby Gsayn von Andreas und Thomas Ender aus Kallern, gerieten die Interessenten ins Feuer und boten die erfolgreiche Swiss-Expo-Teilnehmerin auf stolze 5850 Franken hinauf.

Noch höher ging es dann beim nächsten und letzten Tier im Ring, Meiers Redrock Tiziana von Heinz Meier aus Kyburg. Die junge Kuh mit ihrem hervorragenden Euter erzielte den Tageshöchstpreis mit 6350 Franken. Sie kommt aus einer sehr leistungs- und exterieurstarken Familie. Dasselbe gilt für Kaeser Pinch Basilea von Stefan Käser aus Oberflachs, die für 6000 Franken die Hand wechselte.

Livestream wurde genutzt

In der Halle waren viele Käufer anwesend, aber etliche boten auch von einem externen Bildschirm aus mit. Von der Auktion gab es einen Livestream, der gemäss Christian Hauri rege genutzt wurde. «Online-Registrationen aus der ganzen Schweiz beweisen den Trend zu dieser Varianten des Verkaufs», kommentierte er.