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Ein Miss-Titel zum 9. Geburtstag für Mirjam Durrer

Es wurden 750 Tiere aufgeführt, das grosszügige Areal ermöglichte trotz Auflagen ein ausgelassenes Fest. Für Jungzüchterin Mirjam Durrer gab es doppelt Grund zur Freude.

Für Mirjam Durrer war die diesjährige Obwaldner Kantonale Grossviehschau wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Denn Geburtstag hatte die Jungzüchterin an diesem Tag tatsächlich, sie wurde neun Jahre alt. Dazu kam, dass Jule, ihre Lieblingskuh aus dem Stall ihres Vaters, Dominik Durrer, Miss Obwalden wurden. Mit Freudentränen im Gesicht hielt sie stolz den Siegerpreis, eine geschnitzte Holzkuh, im Arm. «Jedes unserer sechs Kinder hat seine Lieblingskuh im Stall, dass Mirjams Tier Jule nun genau an ihrem Geburtstag Miss wurde, ist natürlich besonders schön», so Dominik Durrer. Die enorm eiweissstarke, sechsjährige Kuh beeindruckte den Richter, Beat Betschart: «Bei solchen Kühe schlägt mein Braunviehherz höher.»

Starke Euterkühe

Experte Betschart zog Jule der Jongleur-Tochter Jasper von Patrick Flüeler, Alpnach Dorf und Silverstar Nina von Franz Durrer, Kerns, vor. Jongleur Jasper gewann aber den Schöneutertitel der mittleren Kühe. Bei den Erstmelken hatte Phil Perla von Markus Britschgi, Stalden, das schönste Euter. Eindrücklich war die Euterqualität von Rocki Ronnia aus dem Stall von Martin Wallimann, Alpnach Dorf. Trotz fast 50 000 kg Milch Lebensleistung war ihr Euterboden immer noch sehr hoch. Und beeindruckend war allgemein die grosse Zahl an starken Euterkühen aus dem Stall von Wallimann: Von den total 30 klassierten Schöneuterkühe kamen elf Tiere von ihm.

Die vielversprechenden Flammen der Rinder, welche im Ring bei der Reithalle in Sarnen zu sehen waren, lassen darauf hoffen, dass im Obwaldnerland auch in Zukunft starke Euterkühe zu sehen sind. Mit Pamela von Dres Durrer, Kerns, wurde ein Rind von Altmeister Jongleur Rindertagessiegerin BV. Beim Original Braunvieh war Joel Jasmina von Ruedi Burch, Stalden, das schönste Jungtier. «Dieses Tier entspricht dem gewünschten OB-Typ, welcher Milch und Fleisch verkörpert», so der Schwyzer Experte, Guido Zehnder. OB-Züchter Ruedi Burch hatte kurz darauf gleich noch einmal Grund zur Freude. Seine ausdrucksstarke Minor-Tochter Mina wurde Vizemiss OB. Vor ihr stand Tiger-Tochter Timea von Thomas Schrackmann, Sarnen. «Die Miss Original Braunvieh ist von vorne bis hinten eine komplette Kuh», so der Kommentar von Richter Roger Kempf.

Erfreuliche Auffuhr

748 Tiere, rund 100 Stück weniger als im Vorjahr, wurden an der Grossviehschau in Sarnen gezeigt. «In Anbetracht der speziellen Umstände eine erfreuliche Auffuhr», so OK-Präsident Walti Windlin. Und er erklärte weiter: «Dank des trockenen Wetters konnten sich die Ausstellungsbesucher problemlos im Aussenbereich verpflegen und so die Vorschriften einhalten.» Einziger Wermutstropfen sei, dass der traditionelle Züchterabend nicht durchgeführt werden konnte. Und der eine oder andere Schaubesucher habe wohl das legendäre Mittagsmenü Kartoffelstock mit Fleischvögeln in der Reithalle vermisst.

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