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Im Luzerner Wald tickt eine Zeitbombe

Die Waldwirtschaft rechnet mit dramatischen Schäden wegen Borkenkäferbefall in den nächsten Monaten. Der Holzmarkt ist allerdings europaweit bereits gesättigt, wegen dem Sturmholz von 2018, das teils immer noch in den Wäldern liegt.


Publiziert: 21.03.2019 / 16:45
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In den nächsten Tagen gelangen «Wald Luzern» und die Betriebsförster der regionalen Waldorganisationen an die Bevölkerung und die Politik, und weisen auf die angespannte Lage in den Wäldern hin. Sehr viele Parzellen vor allem in untern Lagen seien geschwächt von den Stürmen und dem trockenen Wetter im letzten Jahr. Und bereits letzten Herbst begannen die Borkenkäfer zu wüten, erst jetzt zeigen sich die Schäden.

Käfer wüteten schon 2018

Bereits in diesen Tagen frisst sich eine neue Population der Schädlinge in die Bäume. Und wegen dem bereits frühlingshaften Wetter wird mit einer Explosion der Borkenkäfer gerechnet. Viel Schadholz sei also in nächster Zeit vorprogrammiert. Das kann allerdings kaum mehr verwertet werden. «Denn die Schweizer Rundholzverarbeiter wurden schon in den letzten Monaten mit Holz regelrecht überflutet, und ein Export ist nicht realistisch», schreibt Wald Luzern.

Dürre Bäume stehen lassen

Nun macht sich Ratlosigkeit und eine Ohnmacht breit. Die regionalen Waldorganisationen hätten gar nicht die Kapazitäten, die Wälder flächendeckend auf Schäden zu beobachten. Und eine Holznutzung mache nur noch Sinn, wenn frisch befallenes Holz möglichst rasch aus den Wäldern entfernt wird. Dürre Bäume sollten die Waldeigentümer gar nicht mehr fällen, sondern stehen lassen, raten Betriebsförster.

Sicherheit im Wald gefährdet

Das wirft nun aber Fragen für die Politik auf, denn viele dürre und braune Bäume seien ein Risiko und gefährden die Sicherheit der Bevölkerung als Waldnutzer. «Ohne rasche Massnahmen wird sich das Waldbild rasch und stark verändern. Muss sich die Bevölkerung an nicht mehr begehbare Baumbestände gewöhnen müssen?», fragt Wald Luzern.

Nächsten Montag 25. März wollen mehrere Luzerner Kantonsräte eine dringliche Anfrage an die Regierung einreichen. So zur Entwicklung, Überwachung und Bewältigung der aktuellen Waldschäden als Folge der anhaltenden Witterungsextreme. Die Regierung soll aufzeigen, welche kurz-, mittel- und langfristigen Massnahmen den Waldeigentümern empfohlen werden, im Zusammenhang mit den sich abzeichnenden massiven Käferschäden.

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